Ein ungewöhnlicher Besucher sorgt derzeit für großes Aufsehen am Hafen von San Francisco. Seit Ende April macht sich ein gigantischer Seelöwe namens „Chonkers“ am berühmten Pier 39 breit und zieht die Blicke von Touristen und Einheimischen auf sich. Das Tier gehört zu den Stellerschen Seelöwen, einer der größten Seelöwenarten der Welt.
Ein Koloss aus dem Ozean
Männliche Stellersche Seelöwen können über 1.000 Kilogramm wiegen und eine Länge von bis zu drei Metern erreichen. „Chonkers“ bringt schätzungsweise rund 900 Kilo auf die Waage und ist damit deutlich schwerer als die Kalifornischen Seelöwen, die normalerweise am Pier 39 anzutreffen sind. Zwischen seinen kleineren Artgenossen wirkt der sanfte Riese wie ein Koloss, bleibt aber erstaunlich ruhig und liegt oft seelenruhig mitten in der Gruppe.
Rätsel um das Auftauchen
Experten rätseln noch, warum das Tier aus den nördlichen Gewässern Alaskas so weit südlich in San Francisco aufgetaucht ist. Normalerweise sind Stellersche Seelöwen in kälteren Regionen zu Hause. Ein einzelnes Tier, das mehrere Tage in der Bucht von San Francisco bleibt, ist äußerst selten. Wissenschaftler vermuten, dass die Bucht reichlich Nahrung bietet und gut geschützt ist, was „Chonkers“ anziehen könnte. Die genauen Gründe für seinen Aufenthalt bleiben jedoch unklar.
Eine Attraktion für die Besucher
Fest steht: Der sanfte Riese scheint sich wohlzufühlen und hat sich zu einer echten Attraktion entwickelt. Augenzeugen zücken sofort ihre Kameras, um den ungewöhnlichen Anblick festzuhalten. Videos und Fotos von „Chonkers“ verbreiten sich rasant in den sozialen Medien. Der Seelöwe genießt seine neu gewonnene Popularität und bleibt entspannt, während er von neugierigen Blicken beobachtet wird.
Ob „Chonkers“ noch lange in San Francisco bleiben wird, ist ungewiss. Die Behörden beobachten die Situation und bitten die Besucher, einen respektvollen Abstand zu dem Tier einzuhalten. Für die Stadt ist der unerwartete Gast jedenfalls ein Highlight und ein Beweis für die vielfältige Meeresfauna vor ihrer Küste.



