Bodensee-Entdeckungen: Vier ungewöhnliche Tipps abseits der Touristenpfade
Bodensee: Vier besondere Tipps abseits der Touristenpfade

Bodensee-Entdeckungen: Vier ungewöhnliche Tipps abseits der Touristenpfade

Der Bodensee, Deutschlands größter See, der an drei weitere Länder grenzt, hält abseits der bekannten Hotspots stille Ecken bereit, die viele Besucher noch nicht kennen. Hier sind vier besondere Empfehlungen für unvergessliche Erlebnisse rund um das Gewässer.

Grillplatz am Wasserturm Horn mit atemberaubendem Panorama

Auf der deutschen Seite des Bodensees sind kleine Anhöhen besonders begehrt, da sie seltene Ausblicke über Wasser, Felder und Hügel bieten. Ein solcher Ort befindet sich bei der Gemeinde Horn auf der Halbinsel Höri. Am ehemaligen Wasserturm am Rand des Untersees öffnet sich der Blick bis zur gegenüberliegenden Uferlinie. Dieser Platz dient zugleich als öffentlicher Grillplatz mit einer großen Feuerstelle moderner Ausstattung und einer weitläufigen Wiese. Gruppen mit mehr als zehn Personen sollten sich bei der Gemeinde anmelden. Am Abend taucht die untergehende Sonne Wasser, Felder und Himmel in faszinierende Gold- und Orangetöne, was einen stimmungsvollen Abschluss eines Sommertages garantiert.

Naturbadesee Steißlingen: Klarheit und Erholung pur

Nicht jeder Abschnitt des Bodensees eignet sich ideal zum Baden, da flache Uferzonen und Algen im Sommer den Einstieg oft erschweren. Eine beliebte Alternative ist der Natursee bei der Gemeinde Steißlingen, der als einer der saubersten Badeseen der Region gilt. Das Wasser ist tief, klar und angenehm kühl, perfekt zum Reinspringen und Abtauchen. Als Naturdenkmal steht der See unter besonderem Schutz, um Pflanzen und Tiere zu bewahren. Gebadet werden darf ausschließlich im extra angelegten Freibad am Ufer, das eine große Liegewiese, einen Wasserspielplatz, ein Beachvolleyballfeld, Tischtennisplatten und einen Kiosk mit Terrasse bietet. Ein abgetrennter Nichtschwimmerbereich und Bademeister sorgen für Sicherheit.

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Marienschlucht: Wiedereröffnung nach elf Jahren

Die Marienschlucht war einst ein Magnet für Natur- und Wanderfans, musste jedoch im Mai 2015 nach einem Erdrutsch, der zwei Wanderer verschüttete, aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Nach rund elf Jahren und Investitionen von etwa 4,5 Millionen Euro ist die Schlucht ab Ende März wieder komplett geöffnet. Ein neuer Panoramaweg führt sicher zwischen gewaltigen Felswänden bis ans Ufer des Bodensees. Historische Burgruinen im Wald laden zum Erkunden ein, und ein Infopfad erklärt Natur und Geschichte – auch für die Jüngsten. Diese Wiedereröffnung bietet ein einzigartiges Erlebnis für alle, die die Schönheit der Region erkunden möchten.

Bismarckturm Konstanz: Alpenblick in 23 Metern Höhe

Der Bismarckturm in Konstanz, einer der vielen Türme zu Ehren Otto von Bismarcks und der höchste in Baden-Württemberg, ist seit seiner Einweihung im Jahr 1912 ein beliebter Treffpunkt für Besucher. Zwischen Weinreben wird hier gepicknickt und gefeiert. Nach einem kurzen, steilen Aufstieg erreicht man einen Platz mit zwei Feuerstellen, von dem aus der Blick über die Konstanzer Altstadt, den Bodensee mit Rheindelta bis hin zum Schweizer Ufer und zur Alpenkette reicht. Heute gehört der Turm einem Karnevalsverein, der an manchen Sonntagen im Sommer bei gutem Wetter die Tore öffnet. In 23 Metern Höhe wirkt das Panorama noch eindrucksvoller und bietet ein unvergessliches Erlebnis.

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