In Niedersachsen werden die ersten Erdbeeren geerntet. Allerdings stammen sie noch aus begehbaren Folientunneln, wie die Landwirtschaftskammer mitteilte. Die Freilandernte wird voraussichtlich Ende Mai starten.
Erste Erdbeeren unter Folie
Die Saison der frischen Erdbeeren hat in Niedersachsen begonnen. Erste Früchte werden bereits unter sogenannten Hochtunneln gepflückt, wie Fred Eickhorst, Geschäftsführer der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer, erklärte. Die Ernte im Freiland lasse noch auf sich warten: „Ich gehe davon aus, dass wir gegen Ende Mai mit dem Pflücken unter freiem Himmel beginnen können“, so Eickhorst.
Preise und Mengen
Konkrete Preisangaben sind noch schwierig, doch aus der Branche heißt es, dass derzeit etwa 5 bis 6 Euro für eine 500-Gramm-Schale verlangt werden. Im Süden Deutschlands werden bereits die ersten Freilanderdbeeren geerntet, allerdings in geringen Mengen, wie Eva Würtenberger von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berichtete. Der Temperaturrückgang der vergangenen Tage sei nicht optimal gewesen: „Ideale Bedingungen sind Tagestemperaturen um 20 Grad und Nachttemperaturen über zehn Grad“, erklärte die Expertin. Sinken die Temperaturen nachts unter diese Marke, wirke sich das sofort auf die Erntemengen aus.
Vorteile des Anbaus in Hochtunneln
Der Anbau in Hochtunneln hat sich in ganz Deutschland durchgesetzt, wie Würtenberger betonte. Diese Methode schütze die empfindlichen Erdbeeren vor Temperaturschwankungen und Starkregen. „Erdbeeren aus Freilandanbau sind immer dem Risiko von Schäden ausgesetzt, die sie unverkäuflich machen“, so die AMI-Expertin.
Bewässerung und Regenbedarf
Trotz der Vorteile der Tunnel freuen sich die Landwirte über die jüngsten Regenfälle, sagte Eickhorst. „Die Flächen waren stark ausgetrocknet, wir haben einen hohen Nachholbedarf an Wasser.“ Allerdings seien die Landwirte in der Lage, ihre Anbauflächen für Erdbeeren und auch für Spargel zu bewässern.
Regionale Unterschiede
„Im Schnitt liegen wir in Norddeutschland zehn bis 14 Tage hinter den Anbaugebieten in Süddeutschland“, erläuterte Eickhorst. Während im Süden bereits Freilanderdbeeren geerntet werden, müssen sich Norddeutsche noch etwas gedulden. Die Mengen im Süden seien aber noch klein, so Würtenberger.



