Erste Hotels schließen nach Insolvenz von Europas größtem Hotelbetreiber mit 5500 Mitarbeitern
Erste Hotels schließen nach Insolvenz von Europas größtem Hotelbetreiber

Erste Hotels schließen nach Insolvenz von Europas größtem Hotelbetreiber

Im Zuge der Insolvenz der Revo Hospitality Group, dem größten Hotelbetreiber Europas, kommt es zu den ersten dauerhaften Schließungen in Deutschland. Zwei namhafte Hotels haben ihren Betrieb aufgrund der Pleite eingestellt. Betroffen sind das Aedenlife Hotel & Resort auf Rügen und das Mövenpick Hotel Frankfurt City.

Die betroffenen Hotels im Detail

Das Aedenlife Hotel & Resort liegt direkt am Bodden der Ostsee im Norden von Rügen. Es verfügte über einen eigenen Strand, Innen- und Außen-Pool sowie eine Sauna. Insgesamt standen 40 Zimmer und 53 Apartments zur Verfügung. Auf der Homepage informiert das Hotel: „Leider müssen wir Sie darüber informieren, dass wir den Hotelbetrieb des Aedenlife Hotel und Resort Rügen aufgrund der Insolvenz der Betreibergesellschaft nicht wie geplant fortführen können und aus diesem Grund auch keine Buchungen mehr annehmen.“ Gäste mit bestehenden Buchungen werden schnellstmöglich informiert.

Das Mövenpick Hotel Frankfurt City, gelegen neben dem Messegelände, ist ebenfalls nicht mehr buchbar. Bei Anfragen über die Homepage des Vier-Sterne-Hauses heißt es: „Nicht verfügbar“. 288 Hotelzimmer und Suiten stehen ab sofort leer.

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Das ganze Ausmaß der Insolvenz

Der Konzern mit Sitz in Berlin hatte im Januar beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Insolvenz für rund 140 Gesellschaften beantragt. Insgesamt sind 125 Hotels und etwa 5500 Mitarbeiter in Deutschland und Österreich betroffen. Die Gruppe betreibt Hotels in zwölf Ländern, sowohl unter eigenen Marken als auch als Franchisenehmer, darunter bekannte Namen wie Hilton, Accor und Steigenberger.

Ursprünglich sollten die 5500 Mitarbeiter an Bord bleiben und der Geschäftsbetrieb weiterlaufen. Doch für vier Gesellschaften wurden von Anfang an Regelinsolvenzverfahren beantragt, wie das Branchenportal „Hotel vor 9“ berichtete. Im Unterschied zur Insolvenz in Eigenverantwortung bedeutet dies, dass ein Insolvenzverwalter die Kontrolle übernimmt. Neben den Häusern auf Rügen und in Frankfurt betrifft dies die Betreiber vom Centro Hotel Goya in Wolfsburg und vom Centro Hotel National in Frankfurt, wo der Betrieb derzeit jedoch weiterläuft.

Offene Gehälter für Mitarbeiter

Die Mitarbeiter des geschlossenen Hotels auf Rügen sollen noch auf ihre Januar-Löhne warten, wie „Hotel vor 9“ berichtet. Dabei sollten die Gehälter eigentlich über eine Vorfinanzierung der Agentur für Arbeit bis März abgesichert sein.

Ursachen der Krise

Als Gründe für die Insolvenz der Revo Hospitality Group gelten:

  • Gestiegene Lohnkosten, insbesondere durch die Anhebung der Mindestlöhne
  • Höhere Kosten für Mieten, Energie und Lebensmittel
  • Die schnelle Expansion der vergangenen Jahre, die sich als Fehleinschätzung erwiesen hat

Diese Faktoren haben das Geschäft erheblich belastet und letztlich zur Insolvenz geführt.

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