Der Geiseltalsee in Sachsen-Anhalt wird ab dem 20. Mai erstmals in seiner gesamten Wasserfläche für die Nutzung freigegeben. Wie der Saalekreis mitteilte, ist eine große Feierstunde geplant, die den Abschluss eines ambitionierten Projekts markiert: die Umwandlung des ehemaligen Braunkohletagebaus in den größten künstlichen See Deutschlands.
Vom Tagebau zum Tourismusmagnet
Seit dem letzten Kohlezug im Jahr 1993 stand die Region vor der Herausforderung, den Strukturwandel zu meistern. Die Flutung des Sees begann 2003 und dauerte bis 2011. Bereits 2012 erfolgte die erste Teilfreigabe an der Marina Mücheln. Schrittweise wurden weitere Bereiche geöffnet: 2014 durften Bootsfahrer von Mücheln bis Frankleben fahren, und 2017 kam der Bereich um den zweiten Hafen in Braunsbedra hinzu. Der Nordteil blieb jedoch bisher für Wassersportler gesperrt, obwohl die Fahrgastschifffahrt dort bereits erlaubt war.
Besondere Attraktion: Der Weinberg
Mit der vollständigen Freigabe können nun auch die bislang unzugänglichen Bereiche des Nordteils erkundet werden. Besonders hervorzuheben ist der Weinberg, der als landschaftliche Besonderheit gilt und Besucher anziehen wird. Die Vorfreude unter den Wassersportlern ist groß, endlich die gesamte Wasserfläche des 18,4 Quadratkilometer großen Sees mit einer Uferlänge von 41 Kilometern nutzen zu können.
Die Freigabe am 20. Mai stellt einen Meilenstein für den Tourismus in der Region dar. Der Geiseltalsee hat sich bereits in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt, und mit der kompletten Öffnung wird das Angebot für Segler, Surfer und andere Wassersportler erheblich erweitert. Die Feierlichkeiten zur offiziellen Freigabe sollen gebührend begangen werden, um die langjährige Entwicklung vom Braunkohletagebau zum touristischen Highlight zu würdigen.



