Die polnische Ostseestadt Kolberg, bekannt für ihren Leuchtturm, Hafen und Dom, erhebt ab sofort Eintritt für ihre Seebrücke. Besucher müssen vom letzten Freitag im April bis zum 30. September zwischen 10 und 22 Uhr neun Złoty (etwa 2,12 Euro) zahlen. Die Regelung gilt für die Hauptsaison und soll die Instandsetzung und Reinigung der Brücke finanzieren.
Ermäßigungen und kostenfreier Eintritt
Bestimmte Gruppen erhalten Ermäßigungen oder dürfen die Seebrücke kostenlos betreten. Senioren ab 60 Jahren und Kinder zahlen weniger, während Kinder bis vier Jahre, Menschen mit Behinderungen und Einwohner Kolbergs keinen Eintritt entrichten müssen. Seit 2025 müssen Besucher zudem eine Ermäßigungskarte für zwei Złoty kaufen, wenn sie zuvor die Kurabgabe bezahlt haben, die freien Eintritt gewährte.
Hintergrund der Eintrittspflicht
Vor der Sanierung war der Zugang zur Seebrücke kostenlos. Nach der Modernisierung führte die Stadt die Gebühr ein, um die laufenden Kosten zu decken. Im vergangenen Jahr nahm Kolberg dadurch mehr als zwei Millionen Złoty ein. Die 220 Meter lange und neun Meter breite Brücke wurde 1971 erbaut und 2014 modernisiert. Bereits 1881 gab es an dieser Stelle eine hölzerne Vorgängerbrücke.
Beliebte Sehenswürdigkeit mit Kulturprogramm
Die Seebrücke ist die zweitlängste Polens und zieht jährlich über 500.000 Besucher an. Am Ende der Brücke befindet sich ein Café, und es werden regelmäßig Konzerte und Festivals veranstaltet, die die kulturelle Vielfalt der Region zeigen. Besonders zum Sonnenuntergang ist die Brücke ein beliebtes Fotomotiv.
Angepasste Öffnungszeiten
Früher kassierte die Stadt von 9 bis 21 Uhr. Da viele Besucher den Sonnenuntergang fotografieren wollten und sich lange Schlangen bildeten, wurden die Zeiten auf 10 bis 22 Uhr geändert. Tickets können vor Ort erworben werden.
Wie in vielen Ostseebädern müssen Gäste in Kolberg auch eine Kurtaxe zahlen. Diese beträgt 6,67 Złoty (1,57 Euro) pro Tag und kann an den Strandzugängen, an Automaten oder bei der Kurverwaltung entrichtet werden.



