Marienschlucht am Bodensee öffnet nach 11-jähriger Sperrung wieder für Besucher
Elf lange Jahre war sie für die Öffentlichkeit gesperrt – nun kehrt das Leben zurück in die Marienschlucht am Bodensee. Im März öffnet die beeindruckende Naturattraktion bei Allensbach wieder ihre Tore für Besucher. Am Südwestende des Bodensees hatte ein verheerender Erdrutsch mit Todesfolge im Mai 2015 den beliebten Wanderweg lahmgelegt. Jetzt präsentiert sich die Schlucht nicht nur sicherer, sondern auch mit neuen Attraktionen, wie verschiedene Medien berichten.
Wiedereröffnung nach Sicherheitsmaßnahmen
„Am Samstag, den 28. März, ist es endlich so weit: Die Marienschlucht wird wieder eröffnet!“, verkündet die Gemeinde Bodmann-Ludwigshafen auf ihrer Touristeninfoseite. Die Freude über die Wiederbelebung des Naturjuwels ist groß. Elf Jahre lang blieb die Sehenswürdigkeit auf der Halbinsel Bodanrück zwischen Bodman-Ludwigshafen und Wallhausen geschlossen. Nun können Wanderer die Schlucht bald wieder betreten und sich auf deutliche Verbesserungen freuen.
Der Erdrutsch im Mai 2015 hatte tragische Folgen: Eine 72-jährige Wanderin wurde verschüttet und starb. Daraufhin sperrten die Verantwortlichen das Gelände umgehend. Experten untersuchten intensiv die Gefahr weiterer Erdrutsche und leiteten umfangreiche Sicherungsmaßnahmen ein. Wie der Südwestrundfunk berichtet, schützen nun mehrere Vorkehrungen die Besucher. Ein modernes Frühwarnsystem mit Sensoren wurde installiert, und ein Tor verschließt den Wanderweg unterhalb des Mondfelsens bei Gefahr.
Neuer Panoramasteg und Infopfad
Die neue Steganlage aus Metall verläuft zehn Meter oberhalb des tiefsten Punkts der Schlucht und bietet damit mehr Sicherheit. Laut SWR kosteten die Sicherungsarbeiten insgesamt rund 4,5 Millionen Euro. Stück für Stück wurden in den vergangenen Jahren die Wege rund um die Marienschlucht wieder freigegeben, bis im kommenden Monat das gesamte Wanderziel komplett öffnet.
Eine besondere Attraktion ist der „neue, sichere Panoramasteg“. Mit ihm können Besucher die beeindruckende Marienschlucht aus einer spektakulären Perspektive entdecken. Der Steg ist an die Wanderwege und an die Kursschifffahrt angebunden und damit bequem erreichbar, wie die Gemeinde erklärt. Während der Schließungszeit entstand zudem ein neu gestalteter Infopfad. An mehreren Stationen erfahren Besucher mehr über die lokale Tier- und Pflanzenwelt, die Geologie, die Geschichte der Region und die bedeutende Rolle des Wassers.
Die Marienschlucht präsentiert sich somit nicht nur als sicherer, sondern auch als lehrreicher und noch attraktiverer Ausflugsort. Nach über einem Jahrzehnt der Sperrung ist die Vorfreude auf die Wiedereröffnung bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen spürbar.



