Das Anklamer Tourismusunternehmen "Abenteuer Flusslandschaft" ist in die neue, bereits 26. Saison gestartet. Aufmerksame Beobachter haben es vielleicht schon bemerkt: Die Firmen-Flotte ist um ein spezielles Boot gewachsen. Es handelt sich um ein Solarboot, das in der hauseigenen Werft entstanden ist und damit die Schiffbautradition in Anklam in die Zukunft trägt.
Ausflüge bis nach Liepen möglich
Wie Antje Enke von "Abenteuer Flusslandschaft" erklärt, füllt das neue Boot die Lücke zwischen den Hausbooten und den Festrumpfschlauchbooten, den sogenannten RIPs (Rigid Inflatable Boat). Es bietet Platz für acht bis zehn Personen, wird von einem Elektromotor angetrieben und erfordert keinen Führerschein. Weitere Besonderheiten sind ein Sonnendeck und eine Persenning, die abgenommen werden kann, sodass die Fahrt mehr oder weniger im Freien stattfindet. Der "Skipper" kann das Boot von innen steuern und sitzt dabei quasi in der Mitte seiner "Crew".
Mit dem Boot sind Ausflüge auf der Peene bis nach Liepen möglich. Dank integrierter Ankerpfähle ist es auch möglich, unterwegs eine Pause einzulegen. Entworfen und gebaut wurde es aufgrund entsprechender Nachfrage, so Antje Enke.
Damit umfasst die Flotte von "Abenteuer Flusslandschaft" nun das Ausflugsschiff "Ida vom Peendamm", das für private Touren, Familienfeiern, Gruppenfahrten und Firmenevents gebucht werden kann, acht Hausboote, die nach Figuren aus Astrid-Lindgren-Romanen benannt sind, vier Motorschlauchboote und eben das neue Solarboot, das ein nahezu geräuschloses Erkunden der Natur im Peenetal erlaubt.
Nachfolger gesucht
Das Unternehmen stehe gut da und sei durchaus attraktiv für einen Nachfolger. Sie und ihr Mann Carsten Enke hätten sich entschlossen, den Staffelstab nach 26 Jahren an der Peene weiterzugeben, berichtet Antje Enke. Um einen geeigneten Nachfolger zu finden, wird das Unternehmen derzeit in entsprechenden Börsen angeboten. Zudem sind unter dem Motto "Wohnen und Arbeiten direkt am Wasser" Wohnhaus und Grundstücke bei einem Neubrandenburger Immobilienmakler zu finden.
Ob die nunmehr 26. Saison auch die letzte für die Enkes an der Peene wird, sei derzeit aber noch nicht zu sagen, schätzt Antje Enke ein. Unter Umständen könne die Suche nach einem geeigneten Nachfolger inklusive Übergabe auch noch zwei bis drei Jahre dauern.



