Osterparty am Tegernsee: Anwohner fürchten Ruhestörung - Gemeinde setzt strenge Auflagen
Osterparty am Tegernsee: Anwohner fürchten Ruhestörung

Osterparty am Tegernsee: Zwischen Festfreude und Anwohnerinteressen

Das traditionsreiche Fischerei-Bistro Mai Liabba in Bad Wiessee am Tegernsee ist weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Nicht nur für seine frischen Fischspezialitäten und die exklusive Getränkekarte mit ausgewählten Weinen und Champagner begeistert das Lokal, sondern auch für seine beliebten Veranstaltungen. Die Osterparty im vergangenen Jahr lockte zahlreiche Besucher an das malerische Seeufer, wie lebhafte Bilder auf Social-Media-Plattformen wie Instagram dokumentierten.

Anwohner äußern Bedenken wegen Lärmbelästigung

Doch die Feststimmung am Ostersonntag bringt nicht nur Freude für die Feiernden, sondern wirft auch Fragen auf. Viele Anwohner in der unmittelbaren Umgebung des Bistros erinnern sich noch deutlich an die vergangene Veranstaltung und die damit verbundenen Geräuschemissionen. Die Sorge vor erneuten Ruhestörungen ist groß, insbesondere da die Party in diesem Jahr bereits um 12 Uhr beginnen und bis 21 Uhr dauern soll.

Insgesamt vier DJs sind für die musikalische Unterhaltung angekündigt, dazu kommen vier Bars im Außenbereich sowie drei Foodtrucks für das leibliche Wohl. Im Innenbereich stehen zusätzliche Stehtische zur Verfügung. Thomas Bayer, einer der Geschäftsführer der Fischerei Tegernsee OHG, betont jedoch im Gespräch mit der AZ: "Wir haben uns mit der Musik angepasst." Der Gastronom versichert, man wolle bewusst keinen Ärger mit der Nachbarschaft provozieren und bemühe sich um größtmögliche Rücksichtnahme.

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Gemeinde Bad Wiessee setzt strenge Auflagen durch

Als zuständige Genehmigungsbehörde hat die Gemeinde Bad Wiessee für die Osterparty 2026 ein spezielles Sicherheitskonzept eingefordert. Bürgermeister Robert Kühn erklärt, es handle sich zwar um "eine wichtige Veranstaltung für unser Tegernseer Tal", doch müsse "größtmögliche Sicherheit" gewährleistet sein. Am 25. Februar fand bereits ein Sicherheitsgespräch zwischen dem Veranstalter, dem Ordnungsamt der Gemeinde sowie den Blaulichtorganisationen wie dem Roten Kreuz, der Wasserwacht und der Polizei statt.

Kühn zeigt sich zuversichtlich, dass einer Genehmigung nichts im Wege steht, sofern alle Auflagen erfüllt werden. Konkret bedeutet dies:

  • Maximal 2.500 Tickets dürfen verkauft werden
  • Das Veranstaltungsgelände wird mit Zäunen abgesperrt
  • Einlasskontrollen sorgen dafür, dass nur Ticketinhaber Zutritt erhalten
  • Die gleichen Lärmschutz-Beschränkungen wie beim Seefest in Bad Wiessee gelten

Verkehrskonzept und Parkplatzsituation

Um mögliche Verkehrsprobleme zu vermeiden, weist der Veranstalter ausdrücklich auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder Taxen hin. Es sind großräumige Parkverbotszonen und entsprechende Zufahrtsbeschränkungen vorgesehen. Als Alternative steht der ausgewiesene Großparkplatz in Bad Wiessee zur Verfügung, der bereits von den traditionellen Waldfesten bekannt ist.

Bürgermeister Kühn betont, dass das Sicherheitskonzept des Veranstalters so angelegt sei, dass sowohl die Besucher bestmöglich geschützt werden als auch größte Rücksicht auf die Belange der Anwohner genommen wird. Die Osterparty am Tegernsee bleibt damit ein Spannungsfeld zwischen touristischer Attraktivität und der Wahrung der Lebensqualität vor Ort.

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