Perleberg feiert: Kneipennacht begeistert mit Festivalstimmung
Perleberg im Festival-Modus: Kneipennacht ein Erfolg

Festivalstimmung in der Perleberger Innenstadt: Musik klingt durch die Gassen, und feierlustige Besucher genießen einen warmen Frühlingsabend. Niemand war überrascht, dass die Kneipennacht erneut gut besucht war – schließlich war das Event bereits in den vergangenen Jahren ein großer Publikumsmagnet. Um 19 Uhr, eine Stunde bevor die Musik begann, waren die Straßen noch trügerisch ruhig. Doch das änderte sich rasant, als die Konzerte starteten. Selten sieht man so viele Menschen in der Rolandstadt.

Wie Musik eine Stadt belebt

Im Laufe des Abends zeigte Perleberg ein ganz anderes Gesicht – keine verträumte Kleinstadt, sondern ein lebendiger Kultur-Hotspot, wo Jung und Alt gemeinsam feierten. „Für mich geht es darum, Perleberg zu erleben. Diese Gemeinschaft, die man mit vielen Leuten hier findet, macht es für mich einfach schön“, erzählte der 20-jährige Perleberger Renaldo Gemeinhardt. „In Perleberg finden nicht so oft solche Veranstaltungen statt. Es ist wirklich toll, wenn mal was los ist“, meinte sein Freund Jannik, der erst am Vortag 19 geworden war und die Veranstaltung für eine nachgezogene Geburtstagsfeier nutzte.

In sechs Spielstätten traten die Musiker auf: im Eiscafé Belluno, Knödelclub, Hotel Deutscher Kaiser, beim Italiener L'Italiano sowie im Roland Café und im Speicher am Schuhmarkt. Die Bar Martha's Jamboree, normalerweise in der Wittenberger Straße 76, organisierte das Konzert der Band „Tonausfall“ auf dem Schuhmarkt, damit Besucher nicht so weit laufen mussten. Außerdem parkte Peter Lüdke seinen Wittenberger Weinbus vor dem Gymnasium und bot dort sein Sortiment an.

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Viele Gäste nutzten die seltene Gelegenheit, um in alle teilnehmenden Lokale hineinzuschnuppern. So herrschte ein ständiges Gewimmel in der Innenstadt bis in die späten Abendstunden. In den „Kneipen“ waren in der Regel alle Sitzplätze belegt. Wer einmal einen Stuhl ergatterte, passte gut darauf auf, ihn nicht wieder zu verlieren. Um 23 Uhr war die Bäckerstraße noch so gut gefüllt, dass es schwer war, sich einen Weg durch die Massen zu bahnen – auch das gehörte zur Festivalstimmung.

Ein gutes Geschäft

„Die Stadt ist endlich mal richtig belebt“ – darum geht es bei der Kneipennacht, meinte Michael Dietl, Betreiber des Knödelclubs. Dietl, allgemein nur als Michi bekannt, erzählte, dass sich die Tickets bereits im Vorfeld gut verkauft hatten. Für seine Bar ist das Musikevent keine große Umstellung, da dort regulär zweimal in der Woche Musiker auftreten. Die zwei Bands, „Tres Marias“ und „Siegfried Jackson and the Johnny Boys“, haben schon mehrmals bei ihm gespielt. Für die kultige Kneipe sei der 30. April auch eine Möglichkeit, neue Gäste zu gewinnen, erklärte er.

Außerdem war ein weiterer Geschäftsmann am Abend sehr erfolgreich: Vor dem Kiosk Hinze stand eine große Menge Jugendlicher. Der Betreiber des Spätkaufs, Felix Hinze, erzählte, dass er im vergangenen Jahr schon um 23 Uhr alle Bestände verkauft hatte. „Dieses Jahr habe ich das einkalkuliert“, so Hinze.

Musiker würden gerne wiederkommen

Im Belluno versetzte das Duo „Zwei wie Pech und Schwefel“ Besucher in Tanzlaune. Mit Rock-Musik sorgten sie für Stimmung im Eiscafé. „Wir spielen immer ganz gerne in Perleberg. Beim zweiten Song war die Bude schon voll“, erzählte Schlagzeuger Christian Ebert. Inoffiziell hatten sie schon im vergangenen Jahr einen Auftritt – spontan „bei Michi oben im Knödelclub.“ Wenn ihr Terminkalender es zulässt, würden sie gerne auch im nächsten Jahr mitmachen: „Wir freuen uns, wenn wir nächstes Jahr dabei sind.“

Bis spät in die Nacht spielten die Bands mit außerordentlich viel Energie. Sie überzeugten die Perleberger erneut auf ganzer Linie. Auch nachts, als die Party noch im vollen Gange war, schien die Stimmung nicht abzureißen. Vielmehr begann der Abend erst richtig, als die Sonne untergegangen war. Ein Besucher erzählte, er wolle durchfeiern, bis der nächste Tag anbricht. Ob ihm dies gelang, ist nicht bekannt.

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