ADAC-Preisvergleich enthüllt: Sachsen-Anhalt ist Spitzenreiter bei günstigen Campingpreisen
Die Campingsaison 2026 startet mit einer überraschenden Erkenntnis für Urlauber: Während Übernachtungen auf Campingplätzen in Deutschland insgesamt teurer geworden sind, bildet Sachsen-Anhalt eine erfreuliche Ausnahme. Laut einer aktuellen Analyse des ADAC-Campingportals Pincamp ist es das einzige Bundesland, in dem die Preise für Wohnmobil-Stellplätze im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind.
Preisentwicklung: Sachsen-Anhalt als positive Ausnahme
Die detaillierte Untersuchung, die Preise für die Hauptsaison dieses Jahres auswertete, zeigt einen deutlichen Trend. In Sachsen-Anhalt sind die Übernachtungskosten für Stellplätze um drei Prozent gefallen, während deutschlandweit ein durchschnittlicher Preisanstieg von sieben Prozent zu verzeichnen ist. Diese Entwicklung macht das Bundesland zwischen Harz und Arendsee zu einem besonders attraktiven Ziel für Camping-Enthusiasten.
Für eine dreiköpfige Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind bis zehn Jahren kostet eine Übernachtung auf einem Wohnmobil-Stellplatz in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 38 Euro. Damit belegt das Land Platz drei in der Rangliste der günstigsten Bundesländer für Campingurlaube.
Bundesländer-Vergleich: Thüringen und Hessen vorn
Die ADAC-Analyse offenbart interessante regionale Unterschiede bei den Campingpreisen:
- Thüringen führt die Liste der preisgünstigsten Bundesländer mit durchschnittlich 34 Euro pro Nacht für eine Kleinfamilie an.
- Hessen folgt auf Platz zwei mit 37 Euro für die gleiche Konstellation.
- Sachsen-Anhalt sichert sich mit 38 Euro den respektablen dritten Platz.
Auf der anderen Seite der Preisskala finden sich Brandenburg als teuerstes Bundesland mit 45 Euro pro Nacht sowie Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern, wo Familien zwischen 42 und 44 Euro für einen Stellplatz zahlen müssen.
Deutschland im europäischen Vergleich
Trotz der allgemeinen Preiserhöhungen in Deutschland bleibt Camping hierzulande vergleichsweise erschwinglich. Uwe Frers, Geschäftsführer von Pincamp, betont: „Camping in Deutschland bleibt vergleichsweise günstig.“ Tatsächlich belegt Deutschland im europäischen Vergleich aktuell den dritten Platz der kostengünstigsten Campingländer – lediglich Norwegen und Schweden bieten noch günstigere Konditionen.
Methodik der ADAC-Analyse
Die umfangreiche Preisuntersuchung basiert auf Daten von etwa 2.300 Campingplätzen in Deutschland und den beliebtesten Urlaubsländern deutscher Camper. Berücksichtigt wurden ausschließlich Übernachtungspreise für die Hauptsaison, wobei der Gesamtpreis pro Nacht für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind bis zehn Jahren inklusive Standplatz für Wohnmobil oder Wohnwagen berechnet wurde. Zeltplätze fanden in dieser spezifischen Analyse keine Berücksichtigung.
Diese Ergebnisse unterstreichen die Attraktivität von Sachsen-Anhalt als Campingdestination und bieten Familien eine willkommene Orientierungshilfe bei der Urlaubsplanung für die kommende Saison.



