Sturm über der Nordsee legt Fährverkehr nach Helgoland lahm
Sturm stoppt Fähren nach Helgoland für zwei Tage

Sturm über der Nordsee legt Fährverkehr nach Helgoland lahm

Kurz nach dem kalendarischen Frühlingsbeginn zeigt sich die Nordsee von ihrer ungemütlichen Seite. Ein kräftiger Sturm mit schweren Sturmböen hat den Schiffsverkehr zur Hochseeinsel Helgoland für zwei Tage komplett zum Erliegen gebracht. Sowohl der Katamaran Halunder Jet als auch die Seebäderschiffe Helgoland und Nordlicht bleiben vorerst in den Häfen.

Reedereien sagen alle Fahrten ab

Die Reederei FRS Helgoline hat alle Fahrten des Halunder Jet für Mittwoch und Donnerstag abgesagt. Geschäftsführer Tim Kunstmann erklärte, dass das Schiff erst am Freitag nach einer Beruhigung der Wetterlage wieder auslaufen werde. Obwohl der Katamaran theoretisch den bis zu vier Meter hohen Wellen gewachsen wäre, wäre eine Fahrt unter diesen Bedingungen keine angenehme Erfahrung für die Passagiere, so Kunstmann weiter.

Ebenfalls betroffen ist die Reederei Cassen Eils, die die Fahrten ihrer Schiffe Helgoland und Nordlicht für beide Tage streichen musste. Diese Verbindungen laufen normalerweise zwischen Cuxhaven und der Hochseeinsel.

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Starker Wind und polare Kaltluft

Der Deutsche Wetterdienst meldet schwere Sturmböen über der Nordsee, die auch das Binnenland in Niedersachsen und Schleswig-Holstein erfassen. Meteorologe Ole Müller-Susemihl erläutert, dass mit einer Nordwestströmung polare Kaltluft nach Norddeutschland gelangt. Die Temperaturen sinken dabei nahe den Gefrierpunkt, im niedersächsischen Bergland sind sogar Nachtfrost und Schneeregen-Schauer möglich.

Für das Alte Land an der Elbe prognostiziert der Experte nächtliche Werte zwischen ein und null Grad Celsius. Der Wind soll sich erst im Laufe des Donnerstags allmählich abschwächen.

Saisonstart unter schwierigen Bedingungen

Der Halunder Jet war erst in der vergangenen Woche in die neue Saison gestartet. Bei der ersten Fahrt am Donnerstag waren noch 350 Fahrgäste an Bord. Der Katamaran verbindet Hamburg und Cuxhaven bis zum 1. November täglich mit Helgoland, von Brunsbüttel aus startet er bis zu viermal pro Woche. Nun muss die Reederei auf besseres Wetter warten, um den regulären Betrieb wiederaufnehmen zu können.

Für die Insulaner und Touristen bedeutet die Unterbrechung des Fährverkehrs eine vorübergehende Isolation. Helgoland ist als Hochseeinsel besonders auf zuverlässige Schiffsverbindungen angewiesen, um mit dem Festland verbunden zu bleiben.

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