Étretat in der Normandie: Ein Muss für Reisende
Étretat: Weiße Kreidefelsen und Künstlerinspiration

Die weißen Kreidefelsen von Étretat in der Normandie sind weltberühmt und locken jährlich Tausende Besucher an. Schon der Maler Claude Monet ließ sich von dieser einzigartigen Landschaft inspirieren. Doch ist ein Besuch wirklich so spektakulär, wie die Postkarten versprechen? Unsere Redakteurin hat es selbst erlebt.

Anreise und erster Eindruck

Im Rahmen einer Mini-Kreuzfahrt auf der Nordsee legte das Schiff im Hafen von Le Havre an, der größten Stadt der Normandie. Während viele Passagiere von dort aus nach Paris weiterreisten, wählte unsere Autorin ein anderes Ziel: Étretat. Die kleine Gemeinde liegt an der 140 Kilometer langen Alabasterküste, deren Name auf die kalkweißen Klippen zurückgeht. Nach rund 45 Minuten Autofahrt erreichte sie das Meer – und war sofort beeindruckt.

Bei blauem Himmel, Sonnenschein und einer frischen Brise bot sich ein perfektes Bild. Da die Zeit knapp bemessen war, führte der Weg direkt hinauf auf die Klippen. Doch schon von unten war der Anblick gewaltig: der Kieselstrand, die steilen Felsen und links das berühmte Felsentor La Porte d’Aval.

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La Porte d’Aval und die Elefantenklippe

Das Felsentor wurde über Jahrhunderte von den Wellen aus dem Kalkstein gehöhlt. Auf der anderen Seite erhebt sich die Klippe von Amont, die einem Elefanten ähnelt: Der Rüssel taucht ins Meer, Kopf und Ohren zeichnen sich in den Wölbungen des Gesteins ab. Ein paar Treppenstufen und ein steiler, aber gut begehbarer Pfad führen nach oben. Oben angekommen, liegt Étretat zu Füßen – ein Panorama, das sich einprägt.

Von hier aus ist auch die berühmte Nadel, l’Aiguille, zu sehen: ein rund 51 Meter hoher Felsen, der direkt neben La Porte d’Aval aus dem Wasser ragt. Diese Formationen haben zahlreiche Künstler inspiriert, darunter Claude Monet, der mehrere Varianten malte. Eine Bucht weiter befindet sich La Manneporte, der größte Felsbogen der gesamten Alabasterküste.

Der Ort Étretat und praktische Tipps

Étretat selbst ist klein und gemütlich. Direkt am Wasser gibt es Imbissstände, im Ort Restaurants, Cafés und kleine Läden. Für unsere Autorin hat sich der Ausflug gelohnt – die Klippen beeindrucken von unten wie von oben. Wichtig ist: Man sollte möglichst nicht mit dem eigenen Auto anreisen, da Parkplätze knapp sind. Ein Shuttle oder Taxi sind bessere Alternativen. Ein längerer Tagesausflug reicht aus; mehr als eine oder maximal zwei Nächte sind nicht nötig. Étretat eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren entlang der Küste.

Die Reise wurde unterstützt von MSC Cruises. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit.

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