Baufirma-Chef erklärt: Warum New Yorker Wolkenkratzer ins Wanken kam
Baufirma-Chef erklärt Einsturzgefahr in New York

Der Chef der Baufirma MetroLoft, Nathan Berman, hat die Ursache für die Einsturzgefahr eines 38-stöckigen Hochhauses in New York erklärt. Gegenüber dem Wall Street Journal sagte er: „Die zusätzliche Last, die wir auf die betreffenden Etagen aufgebracht haben, führte zum Einsturz genau dieser beiden Pfeiler.“ Das Gebäude in der East 42nd Street, nahe des Chrysler Building und der Grand Central Station, war am Dienstagmorgen (Ortszeit) einsturzgefährdet. Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht, eine Sperrzone errichtet. Am Abend gab die Feuerwehr Entwarnung: Die Lage sei unter Kontrolle.

Schaden auf kleinen Bereich beschränkt

Berman betonte, dass sich der Schaden auf einen kleinen Teil des Gebäudes beschränke und die Standsicherheit des übrigen Bauwerks nicht gefährdet sei. „Es ist ein zu großes Gebäude. Die Bausubstanz von 95 Prozent des Gebäudes ist intakt und sicher … Es ist ausgeschlossen, dass diese Ecke eines kleinen Anbaus das Gebäude plötzlich zum Einsturz bringt“, sagte er. Gegenüber der New York Times bezeichnete er den Vorfall als „nichts weiter als ein typisches Bau-Missgeschick“.

Wiederholte Beschwerden über unsichere Zustände

Wie CNN berichtet, gingen beim New Yorker Bauamt in der Vergangenheit mehrere Beschwerden ein. Im April hieß es: „Ich möchte einen unsicheren Gebäudeabriss melden. Aus großer Höhe fällt Schutt herab.“ Inspektoren stellten einen Tag später keinen herabfallenden Schutt fest. Im Oktober beschwerte sich jemand: „Heute ist ein schwerer Gegenstand herabgefallen, hat fünf Stockwerke durchschlagen und hätte beinahe jemanden getroffen. Ständig fallen Betonstücke von oben herab.“ Auch gasbetriebene Maschinen ohne ausreichende Belüftung wurden bemängelt. Die Inspektoren fanden bei jeder Überprüfung keine derartigen Zustände. Zwei weitere Beschwerden aus dem Vorjahr erwähnten ebenfalls herabfallende Gegenstände, ohne dass Beanstandungen erfolgten.

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Bauarbeiter schlugen rechtzeitig Alarm

Nach Angaben der Feuerwehr gaben zwei Stahlstützen im 21. und 22. Stock nach. Die Stockwerke 21 bis 26 sackten teilweise ab. Bauarbeiter bemerkten die gefährliche Verformung und schlugen gegen 8 Uhr Alarm. Clifford Johnsen von der Baugewerkschaft Steamfitters Local 638 sagte zu CNN: „Die Stahlträger verbiegen sich dort wie Zigaretten. Ich bin seit 21 Jahren im Baugewerbe, und ich habe noch nie einen Träger gesehen, der sich in der Mitte durchbiegt – das ist hochgradig gefährlich.“ Niemand wurde verletzt oder getötet. Arbeiter stabilisierten den Wolkenkratzer am Abend mit provisorischen Stützen, die Sperrzone wurde nach und nach aufgehoben.

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