Vom Finanzministerium in die Backstube
Dr. Maren Brede, 35 Jahre alt, stammt aus einer Bäckerfamilie in Scharbeutz, Schleswig-Holstein. Nach ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre entschied sie sich für eine Beamtenlaufbahn. Doch schon am ersten Tag im Finanzministerium wurde ihr klar: Der Schreibtischjob war nichts für sie. Also kündigte sie den sicheren Posten auf Lebenszeit und eröffnete Anfang April ihre erste eigene Bäckerei in Berlin-Prenzlauer Berg.
Der Traum vom eigenen Brot
In der Bäckerei von Maren Brede dreht sich alles um Sauerteig. Sie steht täglich ab 5:30 Uhr in der Backstube, um perfekte Baguettes zu formen. Für sie ist es eine Rückkehr zu den Wurzeln ihrer Familie, die seit vier Generationen im Bäckerhandwerk tätig ist. „Ich habe gemerkt, dass ich mein Glück nicht am Schreibtisch finde“, erklärt sie.
Herausforderungen und Überzeugungen
Der Schritt in die Selbstständigkeit war nicht einfach. Brede musste sich von der Sicherheit des Beamtenstatus verabschieden und in die unsichere Welt der Existenzgründung begeben. Sie betont, dass gutes Brot keine Frage des Luxus sein darf. Ihre Philosophie: Hochwertige Zutaten und traditionelle Handwerkskunst zu einem fairen Preis für alle.
Ein Gespräch über Glutennetze und Beamtenfluchten
Im Interview spricht sie über die Herausforderungen des Backens, die Bedeutung von Glutennetzen für die Kruste und warum viele Beamte von einer Flucht aus dem Büroalltag träumen. „Ich habe den Sprung gewagt und bereue es keine Sekunde“, sagt Brede.



