Der Bund hat eine Milliardenbürgschaft für den Großauftrag der Meyer Werft von MSC Cruises gewährt. Der Haushaltsausschuss des Bundestags beschloss in einer nicht öffentlichen Sitzung entsprechende Garantien. Der Auftrag über den Bau von vier bis sechs Kreuzfahrtschiffen hat einen Wert von bis zu zehn Milliarden Euro. Die genaue Höhe der Garantien ist nicht bekannt.
Hintergrund des Auftrags
Bereits im Dezember 2025 unterzeichneten die Meyer Werft im niedersächsischen Papenburg und MSC Cruises eine Absichtserklärung für den Großauftrag. Seither wird verhandelt, ein unterschriebener Vertrag liegt noch nicht vor. Die Meyer Werft und die Reederei teilten Ende Juni mit, sie seien zuversichtlich, die Verhandlungen in den kommenden Wochen erfolgreich abzuschließen. Die Bürgschaft des Bundes soll den Auftrag absichern.
Rolle des Landes Niedersachsen
Ende Juni befasste sich auch der Haushaltsausschuss des niedersächsischen Landtags mit weiteren Garantien für den Auftrag. Die Landesregierung machte keine Angaben zur möglichen Höhe der Bürgschaft. Bund und Land Niedersachsen hatten die finanziell angeschlagene Meyer Werft 2024 gerettet, indem sie jeweils 40 Prozent der Anteile für insgesamt 400 Millionen Euro erwarben. Zudem gewährleisteten sie einen Kreditrahmen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro.
Bedeutung für die Werft
Die Meyer Werft soll bis 2028 restrukturiert werden. Der MSC-Auftrag gilt als entscheidend für die Zukunft der Werft, da er die Auslastung bis 2035 sichert. Die Werft hatte zuvor mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die staatliche Unterstützung soll die Arbeitsplätze in der Region und den Schiffsbau in Deutschland erhalten.



