Der Reifen- und Kunststofftechnikkonzern Continental hat im ersten Quartal einen überraschenden Gewinnsprung verzeichnet. Trotz eines Umsatzrückgangs stieg der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern um gut 6 Prozent auf 522 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Hannover mitteilte. Unterm Strich verdiente Conti 200 Millionen Euro, fast dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank dagegen von 4,9 auf 4,4 Milliarden Euro.
Gutes Reifengeschäft als Treiber
Vorstandschef Christian Kötz zeigte sich zufrieden: „Operativ sind wir gut in das Jahr gestartet. Das verleiht uns Aufwind.“ Besonders das zentrale Reifen-Geschäft profitierte von einem starken Ersatzgeschäft und der anhaltenden Nachfrage nach großen und teuren Pkw-Reifen ab 18 Zoll. Gleichzeitig sanken die Rohmaterialkosten, was die Marge verbesserte.
Warnung vor Rohstoffveränderungen
Finanzvorstand Roland Welzbacher gab jedoch zu bedenken: „Die jüngsten Veränderungen bei den Rohstoffen werden sich erst mit Verzögerung auf uns auswirken.“ Das Unternehmen bleibt daher vorsichtig in der Prognose. Im vergangenen Jahr hatte Conti seine Autozuliefersparte abgespalten und als Aumovio an die Börse gebracht. In diesem Jahr steht die Trennung von der Kunststofftechniksparte Contitech an. Damit würde sich der Konzern auf das Reifengeschäft konzentrieren.



