Depot schließt 66 Filialen: Auch Potsdamer Geschäft betroffen
Depot schließt 66 Filialen – Potsdam betroffen

Die Deko-Kette Depot schließt bundesweit 66 Filialen, darunter auch das Geschäft in den Potsdamer Bahnhofspassagen. In Brandenburg machen zudem weitere fünf Depot-Läden dicht, in Brandenburg an der Havel, Cottbus, Wildau, Dallgow und Ludwigsfelde. In Berlin schließen drei Filialen. Das geht aus einer Liste hervor, die die Deko-Kette auf ihrer Homepage veröffentlicht hat. Die Depot-Filiale im Potsdamer Stern-Center ist von der Schließungswelle nicht betroffen.

Hintergrund der Schließungen

Von den 66 Deko-Läden müsse sich Depot „schweren Herzens in Kürze verabschieden“, heißt es auf der Homepage. Ein genauer Zeitpunkt wird nicht genannt. Mitte Mai hatte das Mutterunternehmen, die GDC Deutschland GmbH, Insolvenz angemeldet.

„Es geht wirtschaftlich leider nicht anders. Wir können nur Läden betreiben, die rentabel sind“, sagte Depot-Geschäftsführer Christian Gries der Deutschen Presse-Agentur.

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Auswirkungen auf Beschäftigte

Übrig bleiben damit laut Gries vorerst gut 80 Depot-Filialen. Es könnten jedoch noch mehr schließen, die Verhandlungen mit den Vermietern dauerten an. Etwa 330 Beschäftigte verlieren Gries zufolge ihren Job. Hinzu kommen weitere Stellen in der Zentrale. Zur Gesamtzahl der verbleibenden Beschäftigten machte er keine Angaben.

Wirtschaftliche Lage des Einzelhandels

Das Einzelhandelsunternehmen mit Sitz im unterfränkischen Großostheim war kürzlich erneut in finanzielle Schieflage geraten. Im Mai beantragte die GDC Deutschland GmbH beim Amtsgericht Aschaffenburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung.

Als Gründe nannte Gries Zölle, die zunehmende Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu sowie die Kaufzurückhaltung der Verbraucher: „Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise.“

Bereits frühere Insolvenz

Nach einer ersten Insolvenz im Jahr 2024 hatte Depot seine damals rund 400 Filialen bereits auf etwa 150 reduziert. Grund dafür war vor allem die Corona-Pandemie.

Der Einzelhandel steht wegen der schwachen Konsumstimmung und des wachsenden Onlinehandels unter Druck. Jeder sechste Händler in Deutschland fürchtet laut Ifo-Institut inzwischen um die Existenz. Im April schätzten 17,4 Prozent der Unternehmen ihre Lage als existenzbedrohend ein, ein Rekordwert.

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