DWS erwägt Umbenennung in Deutsche Asset Management
DWS plant Umbenennung in Deutsche Asset Management

Die DWS, der Asset-Manager der Deutschen Bank, erwägt einem Medienbericht zufolge eine Umbenennung, um bei institutionellen Kunden außerhalb Deutschlands sichtbarer zu werden. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, plant das in Frankfurt ansässige Unternehmen, sich noch in diesem Jahr in „Deutsche Asset Management“ umzubenennen. Mit diesem Schritt wolle die DWS stärker von der weltweiten Bekanntheit des deutschen Kreditinstituts profitieren, hieß es.

Hintergrund der geplanten Umbenennung

Die DWS ist separat an der Frankfurter Börse notiert, doch die Deutsche Bank hält knapp 80 Prozent der Anteile. Laut den mit der Angelegenheit vertrauten Personen hat die Deutsche Bank derzeit keine Pläne, die vollständige Kontrolle über ihren Vermögensverwaltungszweig zurückzugewinnen. Die DWS beabsichtigt, ihre derzeitige Marke in Deutschland beizubehalten, sagte eine der Personen. Ein Sprecher der DWS bestätigte, dass man nach Wegen suche, „die globale Markenbekanntheit zu erhöhen, die Positionierung unserer Marken weiter zu schärfen und unsere besondere Stellung als börsennotierter, bankeigener Asset Manager stärker zu nutzen“. Konkrete Entscheidungen seien bislang nicht getroffen worden.

Reaktionen der Deutschen Bank

Ein Sprecher der Deutschen Bank betonte: „Die DWS bleibt separat mit eigener Strategie, Führung und Unternehmensführung. Daran hat sich nichts geändert.“ Vermögensverwalter, die unter dem Druck günstigerer passiver Fonds und steigender Kosten stehen, sind auf Markenbekanntheit angewiesen, unter anderem um große Mandate von Pensionsfonds zu gewinnen. Die Deutsche Bank hatte die DWS, die unter dem Namen „Die Wertpapier Spezialisten“ bekannt geworden war, vor mehr als 20 Jahren vollständig übernommen.

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Historische Entwicklung der Marke

Im Jahr 2018 benannte die Bank den übergeordneten Geschäftsbereich „Deutsche Asset Management“ in DWS um. Zum Zeitpunkt dieser Umbenennung befand sich die Deutsche Bank mitten in einer Umstrukturierung, da Skandale und hohe Geldstrafen das Image des Kreditinstituts belastet hatten. Die Übernahme des Namens DWS für das globale Marketing sollte die wachsende Unabhängigkeit des Geschäftsbereichs von der Deutschen Bank unterstreichen.

Zukünftige Strategie von DWS-Chef Stefan Hoops

DWS-Chef Stefan Hoops strebt an, das Unternehmen als bevorzugten Vermögensverwalter für institutionelle Anleger zu positionieren, die Geld nach Europa investieren. Der Schwerpunkt soll insbesondere auf Investoren aus Asien und dem Nahen Osten liegen. Er versucht außerdem, mehr Kunden auf dem umkämpften US-Markt zu gewinnen.

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