Max Eberl hat am Samstagabend deutlich gemacht, dass der FC Bayern bei den Vertragsverhandlungen mit Konrad Laimer keine Kompromisse eingehen wird. Der Sportvorstand erklärte knapp: „Er ist ablösefrei gekommen, da würden wir nicht viel verlieren.“ Diese Aussage unterstreicht die harte Haltung des Vereins gegenüber dem österreichischen Nationalspieler.
Die Ausgangslage im Fall Laimer
Die Vertragsverlängerung von Konrad Laimer beim FC Bayern München liegt weiterhin in weiter Ferne. Sollte keine Einigung erzielt werden, müsste der Klub den Spieler im kommenden Sommer abgeben, um noch eine Ablösesumme zu erzielen. Eberls Aussage offenbart zwei Wahrheiten: Zum einen ist der FC Bayern bereit, mit Laimer ins letzte Vertragsjahr zu gehen, zum anderen zeigt sich die finanzielle Disziplin des Vereins.
Hintergründe der harten Linie
Hinter den Kulissen des FC Bayern spielt das Dauerthema Geld eine zentrale Rolle. Nach den teuren Vertragsverlängerungen mit Alphonso Davies, Jamal Musiala und Dayot Upamecano sind die finanziellen Mittel knapp. Eberl handelt dabei auch im eigenen Interesse, da er im Aufsichtsrat den Ruf hat, zu freigiebig zu sein. Am 11. Mai muss er sich dem Gremium stellen, wo auch seine berufliche Zukunft diskutiert werden dürfte.
Laimers Forderungen und der Stillstand
Laimer fordert eine deutliche Gehaltserhöhung von acht auf rund 15 Millionen Euro pro Jahr. Der Verein ist nicht bereit, diese Forderung zu erfüllen. Eberl betont: „Es gibt keine Missstimmung, es gibt kein böses Blut.“ Dennoch zeigt die Tatsache, dass sich innerhalb von acht Wochen nichts bewegt hat, wie verfahren die Lage ist.
Hoeneß und Rummenigge als treibende Kräfte
Die treibenden Kräfte hinter der harten Verhandlungspolitik sind die Aufsichtsräte Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Sie haben Eberl deutlich gemacht, dass er ihre Rückendeckung nur erhält, wenn er konsequent bleibt. Zudem plant der FC Bayern, sich auf den Außenverteidigerpositionen zu verstärken, was Laimers Position zusätzlich schwächt.
Insgesamt wirkt es, als bereite sich der Klub auf einen Abgang des „Wunderwuzzis“ vor – entweder im Sommer 2026 oder spätestens 2027. Die Zeichen stehen auf Trennung, falls Laimer nicht einlenkt.



