Fonds-Falle: So viel kosten Sie aktive Fonds wirklich
Fonds-Falle: So viel kosten Sie aktive Fonds

Hohe Rendite mit aktivem Fonds oder lieber günstiger ETF? Wer fürs Alter zusätzlich vorsorgen will, steht schnell vor dieser Entscheidung. Zwei Anlage-Profis nehmen drei konkrete Produkte auseinander und zeigen, wie stark Gebühren Ihren Gewinn schmälern können und wann sich aktives Management überhaupt lohnt. Anhand einer Beispielrechnung über zehn Jahre wird klar, wie viel Unterschied Ausgabeaufschläge, laufende Kosten und Risiko machen.

Die Kostenfalle bei aktiven Fonds

Viele Anleger greifen zu aktiv gemanagten Fonds, in der Hoffnung auf höhere Renditen. Doch die Gebühren fressen oft einen Großteil des Gewinns auf. Ein Ausgabeaufschlag von fünf Prozent und jährliche Verwaltungskosten von 1,5 Prozent können bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro über zehn Jahre zu einem Verlust von mehreren Tausend Euro führen, wie die Experten vorrechnen.

Beispielrechnung: Aktiver Fonds vs. ETF

Ein aktiver Fonds mit 5% Ausgabeaufschlag und 1,5% laufenden Kosten steht einem ETF mit 0,2% Kosten gegenüber. Bei einer jährlichen Bruttorendite von 6% ergibt sich nach zehn Jahren ein Nettogewinn von rund 3.200 Euro beim aktiven Fonds, während der ETF über 4.500 Euro abwirft. Der Unterschied beträgt über 1.300 Euro – und das bei gleicher Anlagesumme.

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Wann lohnt sich aktives Management?

Die Profis betonen: Aktive Fonds können sich lohnen, wenn sie wirklich Mehrwert bieten, etwa durch spezialisierte Strategien oder Zugang zu Märkten, die ETFs nicht abdecken. Doch die Mehrheit der aktiven Fonds schlägt den Markt nicht dauerhaft. Anleger sollten daher genau prüfen, ob die höheren Kosten gerechtfertigt sind.

So vermeiden Sie Kostenfallen

  • Auf Ausgabeaufschläge verzichten: Viele Fonds sind auch ohne Ausgabeaufschlag erhältlich, etwa über Online-Broker.
  • Laufende Kosten vergleichen: Die Gesamtkostenquote (TER) sollte möglichst niedrig sein. ETFs haben hier oft die Nase vorn.
  • Risiko beachten: Höhere Renditechancen gehen oft mit höherem Risiko einher. Ein ausgewogenes Portfolio ist wichtig.

Lesen Sie mit BILDplus, welches Produkt zu welchem Anlegertyp passt und wie Sie typische Kostenfallen vermeiden.

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