Der US-Fernsehkonzern Fox übernimmt die Streaming-Plattform Roku für insgesamt 22 Milliarden Dollar. Wie die Unternehmen am Montag in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, zahlt Fox 160 Dollar je Aktie in Form eines Barzahlungs- und Aktientauschgeschäfts. Der Deal soll in der ersten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen werden.
Strategischer Schritt im Streaming-Markt
Mit der Übernahme vereint Fox seine Sport-, Nachrichten- und Unterhaltungsangebote mit der Plattform Roku, die mehr als 100 Millionen Abonnenten zählt. Ende vergangener Woche war bekannt geworden, dass Roku Verkaufsgespräche führt. Der Murdoch-Konzern setzt damit voll auf Sport und Streaming und treibt die Konsolidierung in der US-Medienbranche voran.
Finanzierung und Hintergründe
Für das Geschäft erhält Fox eine vollständig zugesagte Überbrückungsfinanzierung von zwölf Milliarden Dollar von der US-Großbank Morgan Stanley, wie es in der Erklärung des Konzerns heißt. Roku hat die Ära der digitalen Heimunterhaltung maßgeblich mitgeprägt: Die Streaming-Geräte ermöglichen es Verbrauchern, Inhalte aus Apps wie Netflix und HBO Max direkt auf dem Fernseher zu streamen und machen praktisch jeden Fernseher zu einem Smart-TV. Das Unternehmen verkauft zudem Marken-Fernseher und Projektoren und betreibt einen eigenen Streaming-Kanal.
Marktdurchdringung und Geschäftsmodell
Die Streaming-Geräte werden von mehr als der Hälfte aller US-Haushalte mit Breitbandanschluss genutzt, erklärte Roku im April. Den Großteil seiner Einnahmen erwirtschaftet Roku mit dem Verkauf digitaler Werbung und dem Vertrieb von Streaming-Diensten; der Geräteverkauf trägt nur einen deutlich kleineren Teil zum Umsatz bei. Das Plattformsegment erzielte im vergangenen Jahr 4,1 Milliarden Dollar – das entspricht 87,5 Prozent des Gesamtumsatzes – und lag damit leicht über dem Vorjahreswert.
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