Galeria: 33 Filialen stehen vor dem Aus – Standortliste veröffentlicht
Galeria: 33 Filialen droht Schließung – Liste veröffentlicht

Die angeschlagene Warenhauskette Galeria hat eine Liste von 33 Filialen veröffentlicht, deren Fortbestand gefährdet ist. Diese Standorte werden auf ihre Rentabilität geprüft, und sollten keine tragfähigen Lösungen mit den Vermietern erzielt werden, droht die Schließung. Das Unternehmen hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet.

Standorte auf dem Prüfstand

Betroffen sind Filialen in ganz Deutschland, darunter auch die Münchner Filiale am Rotkreuzplatz. Kriterien für die Auswahl waren laut Galeria unter anderem die Mietbelastung und Ertragskraft. Geschäftsführer Tilo Hellenbock erklärte: „Wir werden jeden Standort einzeln und ergebnisoffen betrachten.“ Wann Entscheidungen fallen, ließ eine Sprecherin offen.

Verhandlungen mit Vermietern

Galeria will mit den Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen verhandeln. Bei einigen Häusern laufen die Gespräche bereits, bei anderen sollen sie jetzt beginnen. Auch an den übrigen 50 Standorten sollen Gespräche geführt werden, da alle Warenhäuser Optimierungspotenzial hätten. Parallel prüft Galeria Umzüge in geeignetere Immobilien und Neueröffnungen.

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Neuer Millionenkredit

Die Warenhauskette erhielt kürzlich eine neue Kreditfinanzierung von bis zu 160 Millionen Euro von der US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers. Die Kreditlinie ist an einen Sanierungsplan geknüpft, der weitere Schließungen vorsieht. Das Geld dient unter anderem dazu, einen Kredit des Minderheitsgesellschafters Bain Capital abzulösen und offene Mietzahlungen zu begleichen. Mehrere Vermieter hatten in den vergangenen Monaten beklagt, dass Mieten nicht oder nur teilweise gezahlt wurden; Galeria verwies auf Liquiditätsschwankungen und räumte Stundungsersuchen ein.

Hintergrund der Krise

Der Konzern beschäftigt rund 12.000 Menschen. Im Sommer 2024 wurden bereits neun Standorte geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz. Die erneute Insolvenz war unter anderem auf die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa zurückzuführen.

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