Die angeschlagene Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof steht offenbar vor einer letzten Chance. Einem Medienbericht zufolge verhandelt das Unternehmen mit einem Investor, der die Kette übernehmen will. Die Gespräche befinden sich in einer entscheidenden Phase, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen mitteilten.
Hoffnung für die Beschäftigten
Für die rund 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Warenhauskette wäre eine Übernahme durch den Investor ein Lichtblick. Galeria Karstadt Kaufhof hatte im vergangenen Jahr zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren Insolvenz angemeldet. Seitdem kämpft das Unternehmen ums Überleben.
Der mögliche Investor soll bereits Erfahrung im Einzelhandel haben und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft der Warenhäuser vorlegen. Details zu dem Investor oder den geplanten Bedingungen wurden jedoch nicht bekannt gegeben.
Zeitdruck und offene Fragen
Die Zeit drängt: Die Frist für die Abgabe von Angeboten läuft Berichten zufolge in Kürze ab. Sollte keine Einigung erzielt werden, droht der Warenhauskette die Zerschlagung. Das Unternehmen hatte bereits zahlreiche Filialen geschlossen und Tausende Stellen abgebaut.
Experten sehen die Rettungschancen kritisch. Der stationäre Einzelhandel leide unter der Konkurrenz des Online-Handels und den gestiegenen Kosten. Ein Investor müsste erhebliche Summen investieren, um die verbliebenen Häuser zukunftsfähig zu machen.
Die Gewerkschaft Verdi forderte die Beteiligten auf, schnell zu einer Einigung zu kommen. „Die Beschäftigten brauchen Klarheit und eine Perspektive“, sagte ein Verdi-Sprecher.
Galeria Karstadt Kaufhof selbst wollte sich zu den Berichten nicht äußern. Man sei in vertraulichen Gesprächen mit möglichen Investoren, hieß es lediglich.



