H&M verfehlt Gewinnprognose – Brenntag hebt Ziele an
H&M verfehlt Gewinnprognose – Brenntag hebt Ziele an

H&M verfehlt Gewinnerwartungen

Der schwedische Modekonzern H&M hat sich mit einem zu straffen Lagermanagement selbst ausgebremst und im Frühjahr die Gewinnerwartungen der Analysten verfehlt. Firmenchef Daniel Erver räumte am Donnerstag ein, dass das Bestandsmanagement in einigen Fällen die Fähigkeit beeinträchtigt habe, die Nachfrage vollständig zu befriedigen. Im zweiten Geschäftsquartal (März bis Mai) stagnierte das operative Ergebnis bei 5,91 Milliarden Kronen (rund 525 Millionen Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 6,38 Milliarden Kronen gerechnet. Damit ist die Serie von drei Quartalen mit steigenden Gewinnen gerissen. Auch für den laufenden Monat Juni rechnet H&M währungsbereinigt nur mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Bereinigt um einmalige Restrukturierungskosten stieg der operative Gewinn um elf Prozent. Auch die Bruttomarge verbesserte sich auf 56,6 Prozent von 55,4 Prozent im Vorjahr.

Brenntag profitiert von Iran-Krieg und hebt Gewinnprognose an

Der Essener Chemikalienhändler Brenntag profitiert vom Iran-Krieg und der Blockade der Straße von Hormus und hebt seine Gewinnerwartungen für 2026 an. Das operative Ergebnis (Ebitda) werde im zweiten Quartal mit 450 (Vorjahr: 334) Millionen Euro über den Erwartungen der Analysten liegen, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Diese hatten Brenntag im Schnitt nur 367 Millionen Euro zugetraut. Grund für den unerwartet kräftigen Anstieg seien „eine robuste Nachfrage und verbesserte Margen im Zusammenhang mit den Marktverwerfungen im Mittleren Osten“, hieß es in der Mitteilung. Im ersten Quartal hatte das operative Ebitda mit 306 Millionen Euro noch acht Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen. Für das Gesamtjahr rechnet Brenntag nun mit einem operativen Ebitda von 1,25 bis 1,4 Milliarden Euro. Bisher lag die Spanne zwischen 1,15 und 1,35 Milliarden. „Trotz des starken zweiten Quartals bleibt Brenntag angesichts der bestehenden Unsicherheiten und des Risikos einer Nachfrageschwäche in der zweiten Jahreshälfte vorsichtig“, erklärte das Dax-Unternehmen.

Hornbach mit Umsatzplus, aber Gewinnrückgang

Gestiegene Kosten haben dem Baumarktkonzern Hornbach im ersten Geschäftsquartal trotz eines Umsatzwachstums einen Gewinnrückgang eingebrockt. Zwar stiegen die Erlöse in den Monaten März bis Mai um 4,9 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) stagnierte bei 161 Millionen Euro. Unter dem Strich fiel der Gewinn auf 104 Millionen Euro von 111 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte Ebit-Marge schrumpfte auf 8,0 von 8,5 Prozent. Als Grund nannte Hornbach unter anderem vor allem expansionsbedingte gestiegene Personalkosten sowie höhere Ausgaben für Instandhaltung und IT-Infrastruktur. Zudem belasteten höhere Zinsaufwendungen und negative Währungseffekte das Ergebnis. „Hornbach zeigt sich auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld widerstandsfähig“, sagte der Chef der Hornbach Baumarkt AG, Erich Harsch. „Im Hinblick auf unsere Prognose für das Gesamtjahr 2026/27 sind wir nach dem ersten Quartal auf einem guten Weg.“

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Weitere Unternehmensmeldungen

Die US-Kaufhauskette Macy's verzeichnete dank starker Nachfrage nach Luxusartikeln das erste Umsatzwachstum seit 15 Quartalen. Der Umsatz stieg um 1,8 Prozent auf 4,68 Milliarden Dollar. Hewlett Packard Enterprise (HPE) erzielte dank des KI-Booms ein Rekordquartal mit einem Umsatzplus von 40 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar. Der Ticketvermarkter CTS Eventim profitierte von den Olympischen Winterspielen in Mailand und steigerte den Umsatz um 23 Prozent auf 613,5 Millionen Euro. Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi verzeichnete einen Gewinneinbruch von 43 Prozent aufgrund hoher Chip-Kosten. Der Landmaschinenhersteller Deere übertraf die Gewinnerwartungen dank eines Baumaschinen-Booms. Der Medienkonzern Axel Springer verdoppelte sein bereinigtes operatives Ergebnis auf 54,1 Millionen Euro. Nvidia erzielte erneut Rekordquartalsergebnisse mit einem Umsatzplus von 85 Prozent auf 81,6 Milliarden Dollar. Der britische Schuhhersteller Dr. Martens steigerte den Gewinn um 61 Prozent durch den Verzicht auf Rabatte. Der Schweizer Hörgerätehersteller Sonova wuchs dank neuer Modelle operativ um 5,9 Prozent.

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