Hypovereinsbank: Mitarbeiter verdienen überdurchschnittlich gut
HVB-Mitarbeiter verdienen überdurchschnittlich

Die Hypovereinsbank (HVB) zählt zu den großen Kreditinstituten in Deutschland und hantiert mit viel Geld. Die AZ hat untersucht, wie sich das auf den Konten der Mitarbeiter bemerkbar macht – und wie viel sie im Branchenvergleich verdienen.

Historische Wurzeln und aktuelle Bedeutung

Die Unicredit Bank GmbH, bekannt für ihre Marke Hypovereinsbank, hat ihre Wurzeln in München. Bereits 1869 eröffnete sie unter dem Namen „Bayerische Vereinsbank AG“ ihre erste Geschäftsstelle in der Prannerstraße. Seitdem gab es zahlreiche Fusionen und Übernahmen, darunter 2005 der Aufkauf durch die italienische Großbank Unicredit. Gemessen an der Bilanzsumme für 2025 belegt die HVB laut Statista Platz sieben der Top Ten in Deutschland. Beim Ergebnis vor Steuern erzielte die Bank eigenen Angaben zufolge mit knapp drei Milliarden Euro das beste Ergebnis ihrer Geschichte.

Vergütung der Führungskräfte

Seit Ende 2023 ist die Unicredit keine börsennotierte Aktiengesellschaft mehr, sondern eine GmbH. Daher müssen die Gehälter nicht mehr detailliert für jedes Vorstandsmitglied aufgeschlüsselt werden. Wie viel CEO Marion Höllinger verdient, bleibt Spekulation. Allerdings verpflichtet Artikel 450 der Kapitaladäquanzverordnung (CRR) Kreditinstitute in der EU zur Offenlegung ihrer Vergütungspraxis. Der Offenlegungsbericht 2024 beziffert den Verdienst der Geschäftsleitung insgesamt auf rund 16 Millionen Euro, verteilt auf zwölf Köpfe. Rund die Hälfte basiert auf variabler, leistungsabhängiger Vergütung.

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Tarifliche Vergütung der Mitarbeiter

Der Tarifvertrag zwischen Verdi und dem privaten Bankengewerbe liefert eine grobe Orientierung. Ein „Arbeitnehmer in Kredit-, Wertpapier-, Auslands- und Stabsabteilungen“ mit abgeschlossener Berufsausbildung fällt in Tarifgruppe 4 und verdient je nach Berufserfahrung zwischen knapp 3.000 Euro und rund 3.700 Euro im Monat (ohne Zuschläge). Die höchste Tarifgruppe (9) umfasst etwa „Kundenberater mit besonderen Anforderungen“, die monatlich zwischen rund 5.150 Euro und knapp 5.800 Euro verdienen. Wie die HVB die Berufe der Entgelttabelle zuordnet, teilte sie der AZ nicht mit. Viele Mitarbeiter verdienen überdurchschnittlich gut und fallen aus den Tarifgruppen.

Überdurchschnittliche Gehälter im Vergleich

Das Online-Jobportal Kununu zeigt, dass HVB-Mitarbeiter in den meisten Berufen weit mehr verdienen als der Branchendurchschnitt. Eine HVB-Bankkauffrau erhält demnach 63.000 Euro im Jahr, rund 12.000 Euro mehr als im Branchenschnitt. Die Bank bietet laut ihrer Webseite ein 13. Monatsgehalt, einen jährlichen Bonus und eine tarifliche Sonderzahlung. Laut Tarifvertrag darf die Sonderzahlung nicht unter 100 Prozent des Monatsentgelts liegen, alternativ ist ein Spielraum zwischen 90 und 120 Prozent möglich. Zur betrieblichen Altersversorgung schießt die Bank fünf Prozent des Gehalts zu und bietet Zuschüsse bei freiwilliger Entgeltumwandlung bis 615 Euro pro Jahr.

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