Julian Wagner (28) hat die Leitung des Gasthofs Wagner in Untergriesbach übernommen. Damit führt er den Familienbetrieb in fünfter Generation, der seit 125 Jahren besteht. Der junge Wirt setzt auf eine Mischung aus Tradition und Moderne, um den Gasthof zukunftsfähig zu machen.
Ein Jubiläum mit Geschichte
Der Gasthof Wagner blickt auf eine lange Tradition zurück: Seit 1899 wird das Haus von der Familie Wagner bewirtschaftet. Was als kleine Gaststätte begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einem beliebten Treffpunkt in Untergriesbach entwickelt. Julian Wagner ist sich der Verantwortung bewusst, die mit der Übernahme verbunden ist.
„Ich bin stolz darauf, die Geschichte meiner Familie fortzuführen“, sagt Wagner. „Gleichzeitig möchte ich neue Akzente setzen und den Gasthof für die kommenden Generationen erhalten.“
Regionalität als Leitmotiv
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf regionalen Produkten. Die Küche setzt auf Zutaten von Bauern aus der Umgebung, um kurze Lieferwege und frische Qualität zu garantieren. „Unsere Gäste schätzen es, zu wissen, woher ihr Essen kommt“, erklärt Wagner.
Die Speisekarte wurde überarbeitet, bietet aber weiterhin bayerische Klassiker wie Schweinsbraten und Knödel. Dazu kommen saisonale Gerichte, die regelmäßig wechseln. Auch vegetarische und vegane Optionen sind neu im Angebot.
Modernisierung mit Augenmaß
Neben der Küche investiert Wagner in die Ausstattung des Gasthofs. Die Gaststube wurde renoviert, ohne den urigen Charme zu verlieren. Ein neuer Biergarten lädt im Sommer zum Verweilen ein. Zudem setzt der Wirt auf digitale Reservierungen und eine aktive Präsenz in den sozialen Medien.
„Wir wollen junge Gäste ansprechen, ohne die Stammkunden zu vernachlässigen“, sagt Wagner. Die Resonanz sei bisher positiv, sowohl von Einheimischen als auch von Ausflüglern, die den Gasthof als Ausgangspunkt für Wanderungen nutzen.
Herausforderungen der Branche
Die Gastronomie steht vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, steigende Kosten und verändertes Gästeverhalten. Auch der Gasthof Wagner bleibt davon nicht verschont. Wagner setzt deshalb auf ein motiviertes Team und flexible Arbeitszeiten. „Gute Mitarbeiter sind das A und O“, betont er.
Er hofft, dass der Betrieb auch in 25 Jahren noch besteht. Dann würde die Familie das 150-jährige Jubiläum feiern. Bis dahin will er den Gasthof kontinuierlich weiterentwickeln und gleichzeitig die Werte bewahren, die ihn seit Generationen auszeichnen.



