Apple MacBook Neo: Lieferengpässe und Kostensteigerungen
MacBook Neo: Lieferengpässe und Kostensteigerungen

Apple MacBook Neo: Lieferengpässe und Kostensteigerungen

Apples günstiges MacBook Neo erfreut sich einer unerwartet hohen Nachfrage. Die Lieferzeit beträgt inzwischen drei bis vier Wochen, da die Fertigung mit der Produktion kaum hinterherkommt. Gleichzeitig steigen die Kosten für benötigte Chips und Arbeitsspeicher, was den Druck auf Apple erhöht, mehr Geräte zu bauen, ohne den Preis zu erhöhen.

Produktionsziel deutlich erhöht

In einer Investorenkonferenz zu den Quartalszahlen erklärte Noch-CEO Tim Cook, Apple sei „durch Angebotsknappheit beim MacBook Neo beschränkt“ und habe den „Enthusiasmus“ unterschätzt. Einem Bericht von „Culpium“ zufolge, der sich auf Quellen aus Apples Lieferkette stützt, hat Apple das Produktionsziel von fünf bis sechs auf zehn Millionen Einheiten angehoben. Fertigungspartner in Taiwan arbeiten demnach unter Hochdruck.

Chips werden knapp und teurer

Für das MacBook Neo benötigt Apple zusätzliche A18-Pro-Chips, die ursprünglich für das iPhone 16 Pro entwickelt wurden. Im iPhone haben diese Chips sechs GPU-Kerne, im MacBook Neo sind es nur fünf. Der günstige Preis für das Neo wurde durch sogenannte „down-binned“-Chips ermöglicht: Einheiten, bei denen in der Fertigung nicht alle sechs GPU-Kerne nutzbar waren, wurden günstiger an Apple verkauft.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ein Neustart der A18-Pro-Produktion dürfte jedoch teurer werden, da Apple dann für vollwertige Chips zahlen müsste. „Culpium“ vermutet, dass Apple den sechsten GPU-Kern per Software deaktiviert, um die Neo-Spezifikation zu erfüllen. Zusätzlich sind die Preise für Arbeitsspeicher seit dem ersten Produktionslauf stark gestiegen, was den Materialaufwand pro Gerät erhöht und die Marge drückt.

Änderungen beim Einstiegsmodell möglich

Um die Kosten zu kompensieren, prüft Apple offenbar, die 256-GB-Variante zu streichen und nur noch das Modell mit 512 Gigabyte und Touch ID anzubieten. Der Einstieg liegt derzeit bei 699 Euro (599 Euro mit Bildungsrabatt), die 512-GB-Version kostet 799 Euro (699 Euro mit Bildungsrabatt). Der günstigste Mac mini mit 512 GB liegt aktuell bei 949 Euro – das MacBook Neo wäre daher weiterhin der günstigste Apple-Computer auf dem Markt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration