Matratzenhersteller Breckle meldet Insolvenz an – 270 Mitarbeiter betroffen
Matratzenhersteller Breckle meldet Insolvenz an

Schlaflose Nächte für 270 Mitarbeiter: Matratzenhersteller meldet Insolvenz an

Weida (Thüringen) – Der Druck auf Matratzenhersteller wächst seit Jahren: Rohstoff- und Energiepreise steigen rasant, während der Handel niedrigere Kosten fordert. Nun hat einer der größten deutschen Schlafmöbel-Produzenten nach fast 100 Jahren Insolvenz angemeldet.

270 Mitarbeiter der Breckle Matratzenwerk Weida GmbH in Thüringen zittern um ihre Arbeitsplätze. Das Unternehmen, das Matratzen, Polster und Boxspringbetten herstellt, hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Kai Dellit aus Erfurt bestellt, der die Gläubigerinteressen vertritt.

Sanierungsexperte sieht Chancen

Dellit erklärte: „Die geplante Fokussierung auf wachstumsstarke Segmente wie Medizinprodukte und Hotellerie ist betriebswirtschaftlich nachvollziehbar und erschließt zusätzliche Ertragspotenziale.“ Das Unternehmen verfüge über ein leistungsfähiges Produktportfolio und eine breit gestreute Kundenstruktur. „Aus meiner Sicht bestehen realistische Aussichten, das Unternehmen erfolgreich fortzuführen und zu sanieren.“

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Gründe für die Insolvenz

Das 1932 gegründete Familienunternehmen mit schwäbischen Wurzeln will kämpfen. Geschäftsführer Gerd Breckle: „Seit Jahresbeginn sind die Kosten erneut sprunghaft gestiegen. Der Markt bietet jedoch weiterhin großes Potenzial. Ich bin überzeugt, dass wir uns dieses mit unserem Team und unseren Produkten erschließen können.“

Wie es weitergeht

Unterstützt wird das Unternehmen von den Sanierungsexperten Klaus Ziegler (München) und Danny Hinkelthein (Nürnberg). Ziegler: „Wir erleben bei Breckle eine gute Basis und die Offenheit, neue Wege zu gehen.“ Hinkelthein betont: „Der Geschäftsbetrieb läuft auch im Eigenverwaltungsverfahren uneingeschränkt weiter.“ Die Maßnahmen betreffen nur den Standort Weida, nicht die Emil Breckle GmbH Steppwarenfabrik.

Möbelbranche in der Krise

Die Lage sei schwierig: Hersteller verzeichnen Mehrkosten von bis zu 25 Prozent durch hohe Nachfrage und gestörte Lieferketten. Das Unternehmen setzt auf „Made in Germany“ und betont auf seiner Homepage: „Breckle in Weida legt Wert darauf, Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen und zu erhalten.“ Die Zukunft bleibt ungewiss.

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