MÄC Geiz stellt Insolvenzantrag
Die Drogeriekette MÄC Geiz hat beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen mit Sitz in Köln kämpft seit längerem mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Der Geschäftsbetrieb in den rund 200 Filialen soll vorerst jedoch weiterlaufen. Die Löhne und Gehälter der etwa 2.000 Mitarbeiter sind für die nächsten drei Monate durch das Insolvenzgeld gesichert.
Gründe für die Insolvenz
Als Hauptgründe für die finanzielle Schieflage nennt das Management gestiegene Kosten, Lieferengpässe und einen intensiven Wettbewerb im Drogeriemarkt. Insbesondere die hohen Energiepreise und die Inflation hätten die Margen stark belastet. Zudem habe der Online-Handel dem stationären Geschäft zugesetzt.
Zukunft der Filialen
Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft derzeit die Sanierungschancen. Er kündigte an, dass alle Filialen zunächst geöffnet bleiben. Ziel sei es, einen Investor zu finden, der das Unternehmen fortführt. Sollte dies nicht gelingen, drohen Filialschließungen und Stellenabbau. MÄC Geiz ist bekannt für sein breites Sortiment an Drogerieartikeln zu günstigen Preisen.
Reaktionen und Ausblick
Kunden reagierten überrascht auf die Nachricht. Viele hoffen, dass die Kette erhalten bleibt. Wirtschaftsexperten sehen die Insolvenz als Zeichen für den schwierigen Markt im Einzelhandel. Die Gewerkschaft Verdi forderte schnelle Klarheit für die Beschäftigten. Der Insolvenzverwalter will in den kommenden Wochen ein Sanierungskonzept vorlegen.



