TV-Star aus Greifswald im Fokus der Kritik
Der Greifswalder Millionär Sven Hasl, bekannt aus der RTL-Serie „Das geheime Leben der Superreichen: Wir sind die Hasls“, steht nach einem umstrittenen Zitat in der Kritik. Der Vorsitzende des Landesverbands der Linken, Hennis Herbst, griff den Unternehmer auf Instagram scharf an. Hasl hatte in der Sendung geäußert, dass eine Million Euro nicht viel sei und man trotzdem Existenzängste haben könne. Herbst konterte mit dem Hinweis, dass nur 1,5 Prozent der Deutschen ein Nettovermögen von einer Million Euro besäßen und 40 Prozent gar kein Vermögen hätten. Der Unternehmer weist die Kritik zurück und betont, dass der Ausschnitt aus dem Kontext gerissen worden sei.
Hasl: „Für einen Unternehmer ist eine Million nicht viel“
Sven Hasl erklärt, dass sich die finanzielle Situation für Unternehmer anders darstelle als für Angestellte. Nach Steuern, Abgaben, Honoraren für den Steuerberater und Kosten für ausfallende Angestellte blieben von einer Million vielleicht 250.000 Euro übrig. „Wenn ich dann noch Fehler mache, habe ich Existenzängste“, so Hasl. Er wolle sich nicht zu intensiv politisch äußern, da er Unternehmer und kein Politiker sei. Sein Ansatz sei es, die Lohnnebenkosten zu senken, damit Arbeitnehmer mehr Netto vom Brutto hätten. Von der Instagram-Attacke des Linken-Chefs zeigt er sich enttäuscht: „Die Linke sollte sich freuen, dass jemand es geschafft hat. Wir kommen aus der Platte und haben uns alles erarbeitet.“
Erfolg der Serie und neue Aufträge
Die Resonanz auf die erste Folge der Serie sei überwältigend positiv gewesen. „Vorher hat man mich belächelt, jetzt ist die Resonanz zu 90 bis 95 Prozent positiv“, sagt Hasl. Der Marktanteil von RTL lag am Ausstrahlungstag bei 12,5 Prozent. Die Serie habe zudem zu einer Flut an Aufträgen geführt. „Teilweise melden sich Menschen aus Berlin und wollen, dass ich ihr Haus verkaufe“, berichtet der Immobilienunternehmer. Letzte Woche habe er Häuser im Wert von 4,5 Millionen Euro aufgenommen. Die nächste Folge wird am Donnerstag, 14. Mai, um 19:05 Uhr auf RTL und RTL+ ausgestrahlt. Diesmal ist die Familie auf den Malediven in einem Luxusressort zu sehen, das 35.000 Euro pro Nacht kostet.



