Münchner Paulaner Brauerei feiert Absatzrekord trotz Branchenflaute
Die Münchner Paulaner Brauerei hat im vergangenen Jahr einen bemerkenswerten Erfolg erzielt und sich deutlich gegen den bundesweiten Abwärtstrend in der Brauereibranche behauptet. Das Unternehmen verkaufte weltweit insgesamt 790 Millionen Liter Getränke, was einem kräftigen Plus von rund 100 Millionen Litern oder knapp 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Sowohl im Inland als auch im Ausland konnte Paulaner sein Wachstum vorantreiben und damit eine positive Ausnahme in einer schwierigen Marktlage darstellen.
Deutscher Heimatmarkt als Erfolgsgeschichte
Besonders erfreulich ist für die Brauerei die Entwicklung im deutschen Heimatmarkt. Während der gesamte deutsche Biermarkt im vergangenen Jahr um 6 Prozent schrumpfte, steigerte die Paulaner Brauerei Gruppe ihren Bierabsatz hierzulande um 4,7 Prozent. „Gerade der Erfolg in Deutschland freut uns besonders, da wir uns gegen einen seit Jahren andauernden Abwärtstrend behaupten und positive Zahlen schreiben“, betont Paulaner-Chef Jörg Biebernick. Fast alle Sorten und Marken des Unternehmens hätten sich positiv entwickelt, teilweise sogar entgegen rückläufiger Markttrends.
Helles Bier als Wachstumstreiber
Ein Hauptgrund für den Erfolg ist das Münchner Hell der Kernmarke, das um beeindruckende 14,3 Prozent zulegte. Die Hellbiere der Gruppe insgesamt verzeichneten ein Plus von 7 Prozent. „Wir sind überzeugt, dass die Kategorie Hellbier beziehungsweise Lager auch in den kommenden Jahren weiterwachsen wird – ein Trend, der sich deutlich in unseren konstant steigenden Zahlen widerspiegelt“, erklärt Biebernick. Die Paulaner-Gruppe positioniert sich selbst als Marktführer im deutschen Hellbiermarkt und profitiert stark von dieser Entwicklung.
Weißbier und Export leisten Beitrag
Das bekannte Weißbier von Paulaner, inklusive alkoholfreier Varianten, wuchs zwar nur um 1,5 Prozent, übertrifft damit aber den deutschen Weißbiermarkt, der um 6,3 Prozent nachgab. Zudem trug der Export mit einem Zuwachs von 9 Prozent zum Gesamtwachstum bei. Das stärkste Wachstum verzeichnete Paulaner in China mit fast einem Viertel Plus. Insgesamt geht mehr als jeder dritte Liter Bier aus dem Unternehmen ins Ausland, was die internationale Bedeutung der Marke unterstreicht.
Erfrischungsgetränke als strategisches Feld
Rund ein Drittel des Absatzes der Gruppe entfällt nicht auf Bier, sondern auf Erfrischungsgetränke, wobei das Spezi-Mischgetränk eine herausragende Rolle spielt. Obwohl konkrete Zahlen für das vergangene Jahr nicht genannt wurden, hat sich der Spezi-Absatz in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht. „Die Nachfrage am Markt verändert sich ständig – immer mehr Konsumenten suchen nach alkoholfreien Alternativen“, so Biebernick. Daher seien Erfrischungsgetränke ein „strategisch besonders wichtiges Wachstumsfeld“ für die Brauerei.
Insgesamt zeigt die Paulaner Brauerei mit ihrer robusten Performance, wie ein traditionelles Unternehmen durch gezielte Sortimentsentwicklung und internationale Expansion erfolgreich gegen Branchentrends agieren kann. Die Kombination aus klassischen Bieren wie Helles und innovativen Erfrischungsgetränken wie Spezi bildet eine solide Basis für zukünftiges Wachstum.



