Spielzeughersteller Rolly Toys insolvent: Zukunft ungewiss
Rolly Toys insolvent: Zukunft ungewiss

Der sächsische Spielzeughersteller Rolly Toys, bekannt für seine robusten Spielzeugtraktoren, hat beim Amtsgericht Chemnitz einen Insolvenzantrag gestellt. Das bestätigte das Unternehmen auf Nachfrage. Die Geschäfte laufen zunächst weiter, doch die Zukunft von rund 100 Beschäftigten ist ungewiss.

Was ist passiert?

Der traditionsreiche Hersteller mit Sitz in Döbeln (Landkreis Mittelsachsen) kämpft seit längerem mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Als Gründe nennt das Unternehmen gestiegene Kosten für Material und Energie sowie einen deutlichen Nachfragerückgang nach dem Ende des Pandemie-Booms. Der Geschäftsbetrieb werde vorläufig fortgeführt, um eine Lösung zu finden.

Auswirkungen auf Mitarbeiter und Produktion

Rund 100 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen. Die Löhne für die kommenden drei Monate sind über das Insolvenzgeld gesichert. Die Produktion läuft nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters weiter, jedoch in reduziertem Umfang. Ob es zu betriebsbedingten Kündigungen kommt, ist noch offen.

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Hintergrund des Unternehmens

Rolly Toys wurde 1950 gegründet und hat sich auf hochwertige Spielzeugtraktoren und Anhänger spezialisiert, die oft als Garten- oder Kinderfahrzeuge genutzt werden. Die Marke ist bei Kindern und Sammlern beliebt, nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Das Unternehmen exportiert in über 30 Länder.

Zukunftsperspektiven

Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft derzeit Sanierungsoptionen. Ein Investor wird gesucht, um das Unternehmen zu retten. Die Geschäftsführung zeigt sich vorsichtig optimistisch: „Wir tun alles, um Rolly Toys zu erhalten und die Arbeitsplätze zu sichern“, sagte ein Sprecher. Eine Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet.

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