Sartorius setzt Erholung fort: Umsatzwachstum trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Sartorius: Umsatzwachstum trotz schwieriger Bedingungen

Sartorius verzeichnet solides Umsatzwachstum zu Jahresbeginn

Beim Göttinger Labor- und Pharmazulieferer Sartorius setzt sich die jüngste Erholung auch im ersten Quartal 2026 fort. In den ersten drei Monaten bis Ende März stieg der Umsatz um 1,8 Prozent auf 899,1 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen mitteilte. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Plus sogar bei beachtlichen 7,5 Prozent.

Ergebnisentwicklung trotz Gegenwind robust

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg konzernweit um 1,6 Prozent auf 267,3 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Sartorius mit 56,2 Millionen Euro 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders positiv entwickelte sich die Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien wie Filtern, während das Geschäft mit Anlagen und Instrumenten weiterhin verhalten blieb.

Vorstandschef Michael Grosse zeigte sich zufrieden: „Wie erwartet verläuft das Geschäft mit Anlagen und Instrumenten weiterhin verhalten, sollte sich aber in den kommenden Quartalen dieses Übergangsjahres verbessern. Gleichzeitig verzeichnet die Laborsparte wieder Wachstum.“

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Herausforderungen durch Zölle und makroökonomische Unsicherheiten

Trotz geopolitischer Spannungen, anhaltender makroökonomischer Unsicherheiten und Gegenwind durch Zölle insbesondere aus den USA zeigte sich die Marge von Sartorius robust. Die operative Rendite lag im ersten Quartal bei 29,7 Prozent, knapp unter der Jahresprognose von etwas mehr als 30 Prozent.

Grosse betonte: „Unsere Marge hat sich im ersten Quartal trotz geopolitischer Spannungen, anhaltender makroökonomischer Unsicherheiten und Gegenwind durch Zölle robust gezeigt.“

Erholung nach Pandemie-bedingtem Boom

Sartorius hatte während der Corona-Pandemie von einer starken Nachfrage insbesondere für die Produktion von Impfstoffen profitiert. Nach dem Abflauen des Booms litt das Unternehmen unter hohen Lagerbeständen bei Kunden, die inzwischen jedoch weitgehend abgebaut sind. Diese Normalisierung trägt nun zur aktuellen Erholung bei.

Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Vorstandschef Grosse die bereits im Februar ausgegebene Prognose. Demnach soll der währungsbereinigte Umsatz um rund fünf bis neun Prozent steigen. Die operative Rendite wird voraussichtlich auf etwas mehr als 30 Prozent klettern.

Die Entwicklung bei Sartorius zeigt, dass die Durststrecke in der Pharmaindustrie allmählich überwunden wird. Das Unternehmen profitiert dabei von seiner breiten Aufstellung und der wieder anziehenden Nachfrage in verschiedenen Geschäftsbereichen.

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