Investorenmesse Select USA: Wie US-Staaten um Firmen unter Trump buhlen
Select USA: US-Staaten buhlen um Investoren unter Trump

Die Investorenmesse „Select USA“ in National Harbor im US-Bundesstaat Maryland war in diesem Jahr von besonderen Herausforderungen geprägt. Unter der Regierung von Donald Trump müssen US-Bundesstaaten kreative Wege finden, um ausländische Investoren anzulocken. Zölle, ICE-Durchsuchungen und politisches Chaos verunsichern viele Unternehmen weltweit. Dennoch buhlen die Staaten drei Tage lang um Firmenansiedlungen und Kapital.

Unsicherheit als größte Hürde

Viele Investoren zögern aufgrund der unberechenbaren Handelspolitik Trumps. Die Drohung mit neuen Zöllen und strengeren Einwanderungsgesetzen schreckt ab. Einige Bundesstaaten setzen daher auf direkte Ansprache und maßgeschneiderte Angebote. Sie betonen stabile Rahmenbedingungen auf lokaler Ebene, die unabhängig von der Bundespolitik seien.

Kreative Strategien der Bundesstaaten

Besonders erfinderisch zeigen sich Staaten wie Texas, Ohio und Georgia. Sie bieten nicht nur Steuererleichterungen, sondern auch Unterstützung bei Visa-Fragen und Infrastrukturprojekten. Einige entsenden sogar eigene Handelsdelegationen in die Herkunftsländer der Investoren, um Vertrauen aufzubauen. „Wir zeigen, dass wir trotz Washington verlässliche Partner sind“, so ein Vertreter aus South Carolina.

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Die Messe selbst ist eine Plattform für Netzwerken und Informationsaustausch. Workshops zu Themen wie Lieferkettenresilienz und Digitalisierung stehen hoch im Kurs. Viele Teilnehmer schätzen den direkten Draht zu lokalen Entscheidungsträgern, der in Zeiten von Twitter-Diplomatie selten geworden ist.

Kritik an Trumps Politik

In Hintergrundgesprächen wird die Unsicherheit durch die Regierung Trump offen kritisiert. Ein europäischer Investor meint: „Wir brauchen Planungssicherheit, nicht tägliche Volatilität.“ Einige Bundesstaaten versuchen, dies durch langfristige Verträge und Garantien zu kompensieren. Dennoch bleibt die Stimmung gedämpft.

Die Messe „Select USA“ zeigt, wie schwierig es geworden ist, unter den aktuellen Bedingungen ausländische Direktinvestitionen zu akquirieren. Die Bundesstaaten geben sich größte Mühe, aber der Schatten Trumps liegt über allem. Ob ihre Strategien aufgehen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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