Siemens hebt Prognose an und überholt SAP als wertvollstes Dax-Unternehmen
Siemens überholt SAP als wertvollstes Dax-Unternehmen

Siemens überholt SAP im Rennen um den Titel des wertvollsten Dax-Unternehmens

Der Münchner Technologiekonzern Siemens ist mit einem starken ersten Quartal in das neue Geschäftsjahr gestartet und hat seine Prognose angehoben. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 2,22 Milliarden Euro. Dieser Wert liegt zwar unter dem Vorjahresergebnis von 3,87 Milliarden Euro, welches jedoch durch einen positiven Sondereffekt von 2,1 Milliarden Euro aus dem Verkauf von Innomotics beeinflusst wurde. Betrachtet man ausschließlich den Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten, ergibt sich ein bemerkenswerter Anstieg um knapp ein Viertel.

Börse reagiert positiv auf Quartalszahlen

Die Börse honorierte die soliden Zahlen: Der Siemens-Kurs stieg zu Handelsbeginn deutlich an und trieb die Marktkapitalisierung auf mehr als 217 Milliarden Euro. Damit überholte Siemens im aktuellen Wettlauf mit SAP um den Titel des wertvollsten Dax-Unternehmens den Softwarekonzern, der nur leicht zulegte. Siemens-Chef Roland Busch kommentierte diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen. „Ich freue mich über die positive Entwicklung von Siemens, die in letzter Zeit stark zugelegt hat. Der Wertverlust von SAP ist dagegen absolut unerfreulich. Wir brauchen ein starkes SAP“, so Busch.

Smart Infrastructure als Wachstumstreiber

Den größten Beitrag zum Ergebnis lieferte erneut die boomende Sparte Smart Infrastructure, die um 18 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro zulegte. Diese Division profitiert maßgeblich vom weltweiten Aufbau von Rechenzentren. Der scheidende Finanzchef Ralf P. Thomas bezeichnete den Auftragseingang im ersten Quartal als „herausragend“.

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Erholung im Automatisierungsgeschäft

Parallel dazu verbessert sich die Situation bei der zuletzt schwächelnden Sparte Digital Industries spürbar. Das Ergebnis sprang hier um 37 Prozent auf 804 Millionen Euro. Diese positive Entwicklung wurde vor allem durch die Erholung im zuvor schwachen Automatisierungsgeschäft getragen, insbesondere in China. Auch die Auftragseingänge verzeichneten mit einem Plus von 15 Prozent einen deutlichen Anstieg, was auf eine Auflösung der Nachfrageschwäche hindeutet. Finanzchef Thomas zeigte sich „verhalten optimistisch“, wies jedoch darauf hin, dass viel von der Stimmung der Kunden abhänge, die angesichts der aktuellen Weltlage schwanke.

Mobility-Sparte läuft rund

Die kleinste der drei Sparten, Mobility, entwickelte sich ebenfalls positiv. Das Ergebnis stieg um 15 Prozent auf 286 Millionen Euro. Konzernweit verzeichnete Siemens zudem Steigerungen bei Umsatz und Auftragseingang auf 19,1 Milliarden beziehungsweise 21,4 Milliarden Euro. Nominell entspricht dies Zuwächsen um 4 Prozent beziehungsweise 7 Prozent.

Künstliche Intelligenz als starker Wachstumstreiber

„Siemens ist in seinen Wachstumsmärkten sehr gut positioniert“, betonte Konzernchef Busch. Er verwies darauf, dass Künstliche Intelligenz ein starker Wachstumstreiber sei. „Indem wir KI tief in Design, Entwicklung, Produkten und Betrieb integrieren, schaffen wir messbaren Mehrwert für unsere Kunden“, so Busch abschließend.

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