Siemens vollzieht bedeutende Vorstandsumbildung
Der Technologiekonzern Siemens steht vor einem wichtigen Führungswechsel. Der langjährige Finanzvorstand Ralf Thomas wird sein Amt vor Ablauf seines Vertragsendes abgeben. Wie das Unternehmen am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung in München mitteilte, übernimmt Vorstandsmitglied Veronika Bienert den Posten des Finanzchefs zum 1. April 2024.
Geplanter Wechsel mit klarem Zeitplan
Der Wechsel an der Finanzspitze war bereits im November 2023 angekündigt worden, doch nun steht der konkrete Übergabetermin fest. Ralf Thomas ist seit über einem Jahrzehnt Finanzvorstand von Siemens und hat in dieser Zeit die Finanzgeschicke des DAX-Konzerns maßgeblich mitgestaltet. Auf eigenen Wunsch wird er mit Ablauf des 13. Mai 2024 aus dem Vorstand ausscheiden.
Bis zum regulären Ende seiner Amtszeit im Dezember 2024 steht Thomas dem Aufsichtsrat und dem Vorstand jedoch weiterhin als Berater zur Verfügung. Seine Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens Healthineers bleibt von diesem Schritt unberührt.
Veronika Bienert übernimmt zusätzliche Verantwortung
Veronika Bienert, die derzeit das Serviceportfolio von Siemens Financial Services, Siemens Real Estate und Global Business Services verantwortet, wird die Finanzleitung zusätzlich zu ihren bestehenden Aufgaben übernehmen. Diese Erweiterung ihres Verantwortungsbereichs unterstreicht die strategische Bedeutung, die der Aufsichtsrat ihrer Person beimisst.
Weitere Veränderungen im Siemens-Vorstand
Parallel zum Wechsel an der Finanzspitze vollzieht Siemens weitere Anpassungen in der Vorstandsstruktur. Peter Körte, im Vorstand verantwortlich für Technologie und Strategie, übernimmt zusätzlich die Verantwortung für die Sparte Smart Infrastructure von Matthias Rebellius zum 1. Juli 2024.
Diese Umstrukturierung führt zu einer Verkleinerung des Vorstands von bisher sieben auf zukünftig fünf Mitglieder. Die Maßnahmen zeigen, dass Siemens kontinuierlich an der Optimierung seiner Führungsstrukturen arbeitet, um in einem dynamischen Marktumfeld agil zu bleiben.
Die Entscheidungen des Aufsichtsrats markieren einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der Siemens-Führungsetage und verdeutlichen den Willen des Konzerns, erfahrene Führungskräfte mit erweiterten Verantwortungsbereichen zu betrauen.



