TV-Star Stephen Dürr siegt vor Gericht im Mega-Streit mit Magdeburger Autohaus
Nach einem monatelangen Nervenkrieg hat Schauspieler Stephen Dürr seinen Rechtsstreit mit einem Magdeburger Autohaus vor Gericht beendet. Der TV-Star, der zuletzt durch seine Teilnahme an "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" bekannt wurde, klagte wegen nicht erhaltener Zahlungen und Fahrzeuge. Vor dem Landgericht Magdeburg kam es nun zu einer Einigung, die den Konflikt formal beilegt – doch Dürr zeigt sich mit dem Ergebnis unzufrieden.
Kompliziertes Tauschgeschäft als Auslöser des Konflikts
Der Streit entstand aus einer ungewöhnlichen Geschäftsbeziehung zwischen dem Schauspieler und dem auf US-Fahrzeuge spezialisierten Autohändler. Ursprünglich hatte Dürr bereits zwei Jeeps bei dem Unternehmen erworben und plante eine Zusammenarbeit: Seine Produktionsfirma sollte regelmäßig Inhalte für die Social-Media-Kanäle des Autohauses im Wert von monatlich 3.000 Euro produzieren. Im Gegenzug sollte er zwei Jeep Wrangler Rubicon erhalten – sowohl ein Modell mit 2,0-Liter-Motor als auch eine stärkere Version mit 3,6 Litern Hubraum.
"Ich kannte das Autohaus, weil ich dort bereits zwei Jeeps gekauft hatte", erklärte Dürr gegenüber Medien. Die Geschäftsführerin des Unternehmens bestätigte vor Gericht die Abmachung: "Er plante, mit unseren Fahrzeugen Jeep-Touren in Portugal anzubieten. Es stimmt, dass er Beiträge für unsere Social-Media-Kanäle erstellt hat." Zwischen beiden Parteien habe sich zunächst ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt.
Eskalation nach Wohnmobilverkauf und weiteren Vereinbarungen
Im November 2023 bat Dürr das Autohaus, sein Wohnmobil zu verkaufen. Der Händler bereitete den Ford Camper auf und veräußerte ihn für 65.000 Euro – doch das Geld erhielt der Schauspieler nie. Stattdessen bot man ihm einen Dodge RAM Laramie Crew Cab an, wobei der Erlös aus dem Wohnmobilverkauf mit dem Kaufpreis des Pick-ups verrechnet werden sollte.
"Ich habe einen rechtsgültigen Kaufvertrag unterschrieben und damit den vollständigen Kaufpreis bezahlt", so Dürr. Doch auch den Dodge erhielt er nicht. Stattdessen sei er immer wieder mit neuen Ausreden vertröstet worden, bis die Situation komplett eskalierte. Der Schauspieler machte seine Vorwürfe in sozialen Medien öffentlich und erstattete Strafanzeige bei der Polizei Magdeburg.
Gerichtstermin mit klaren Positionen beider Seiten
Beim Gütetermin vor dem Landgericht Magdeburg erklärte Rechtsanwältin Julia Hartwig für das Autohaus: "Nachdem meine Mandantschaft vom Kläger strafrechtlicher Handlungen beschuldigt wurde, war das Vertrauensverhältnis nachhaltig zerstört." Als der Vorsitzende Richter Carsten Oehme vorschlug, die Zusammenarbeit bei den Social-Media-Aktivitäten wieder aufzunehmen, lehnten beide Seiten entschieden ab.
"Das kommt für uns nicht infrage", stellte die Geschäftsführerin des Autohauses klar. Auch Dürr sagte deutlich: "Auf keinen Fall – es gibt keine Vertrauensbasis mehr." Die einst freundschaftliche Beziehung war damit endgültig zerrüttet.
Vergleich bringt teilweise Entschädigung für Dürr
Schließlich einigten sich beide Parteien auf einen Vergleich: Dürr soll nun 57.500 Euro von dem Autohaus erhalten. Durch diese Zahlung seien sämtliche gegenseitigen Ansprüche erledigt. Der Schauspieler akzeptierte den Vergleich – bei einem ursprünglichen Streitwert von 93.000 Euro – jedoch nur widerwillig.
Nach dem Prozess sagte er: "Ich bin damit nicht glücklich, aber ich wollte die Angelegenheit endlich abschließen." Sollte das Geld bis zum 27. März auf dem Konto seiner Firma eingehen, gelte der Konflikt endgültig als beendet. Damit findet ein monatelanger Rechtsstreit sein formales Ende, auch wenn bei Dürr ein bitterer Nachgeschmack bleibt.



