Die Potsdamer Filmstudios haben im Geschäftsjahr 2025 ihren Umsatz deutlich gesteigert und den Verlust reduziert. Wie aus dem jetzt vorgelegten Geschäftsbericht hervorgeht, lag der Umsatz bei 68,1 Millionen Euro – das sind 11,6 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das Unternehmen spricht von einer Trendwende und rechnet für 2026 mit schwarzen Zahlen.
Weniger Verlust, mehr Umsatz
Der Fehlbetrag sank im Vergleich zum Vorjahr erheblich, auch wenn die genaue Zahl nicht genannt wurde. Das Minus fiel deutlich geringer aus als 2024. Grund für die positive Entwicklung sind vor allem Großproduktionen wie „Hunger Games“ und die Serie „Berlin Noir“, die in Babelsberg gedreht wurden. Diese Projekte füllten die Studios und sorgten für eine bessere Auslastung.
„Wir haben eine klare Trendwende geschafft“, sagte ein Sprecher des Unternehmens. „Die Nachfrage nach unseren Studios und Dienstleistungen ist wieder gestiegen, und wir profitieren von internationalen Produktionen, die in Babelsberg drehen.“
Risikoreicher Bankkredit abgelöst
Ein weiterer wichtiger Schritt: Der risikoreiche Bankkredit, der das Unternehmen in den vergangenen Jahren belastet hatte, ist vollständig aus der Welt. Das Unternehmen konnte die Verbindlichkeiten umschulden oder zurückführen, sodass die finanzielle Basis nun deutlich stabiler ist. Dies schafft Raum für neue Investitionen und Projekte.
Die Geschäftsführung zeigt sich zuversichtlich für die Zukunft. „Mit der aktuellen Auftragslage und den laufenden Produktionen sind wir gut aufgestellt“, so der Sprecher weiter. „Wir erwarten, dass wir 2026 erstmals wieder einen Gewinn erzielen können.“
Babelsberg als Produktionsstandort gestärkt
Die positive Entwicklung stärkt auch den Standort Potsdam-Babelsberg, der zu den traditionsreichsten Filmstudios Europas gehört. Die Auslastung der Studios ist hoch, und weitere Projekte sind in Planung. Neben internationalen Blockbustern setzt das Unternehmen verstärkt auf Serienproduktionen, die langfristig für Planungssicherheit sorgen.
Die Zahlen aus dem Geschäftsbericht zeigen, dass Studio Babelsberg nach einer längeren Flaute wieder an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen hat. Mit einem Umsatzplus von über 20 Prozent und der Rückführung des Kredits hat das Unternehmen eine solide Basis für die kommenden Jahre gelegt.



