Sutor-Insolvenz: Sechs Filialen schließen, Rest gerettet
Sutor-Insolvenz: Sechs Filialen schließen

Altdorf – Nach der Insolvenz des bayerischen Schuhhändlers Sutor gibt es nun eine positive Entwicklung: Das Unternehmen kann gerettet werden, jedoch müssen sechs der 42 Filialen schließen. Dies gab Investor Steffen Liebich bekannt, der Sutor übernommen hat.

Hintergrund der Insolvenz

Das 1934 gegründete Unternehmen hatte im Januar, kurz nach der Übernahme durch einen Investor, Insolvenz für mehrere Gesellschaften beantragt. Am 30. März eröffnete das Amtsgericht Landshut die Verfahren in Eigenverwaltung für vier Unternehmen der Sutor-Gruppe. Bei der Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung unter Aufsicht eines Sachwalters weitgehend selbstbestimmt und organisiert die Sanierung.

Welche Filialen schließen müssen

Wie das Regionalportal idowa berichtete, stehen sechs Standorte vor dem Aus. Liebich bestätigte gegenüber BILD die Schließung folgender Filialen:

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  • München-Moosach
  • Pfarrkirchen
  • Zwiesel
  • Kolbermoor
  • Regensburg (bereits geschlossen)
  • Landshuter Industriegebiet (bereits geschlossen)

Zudem soll das Zentrallager in der Landshuter Porschestraße aufgegeben werden. Die restlichen 36 Filialen bleiben erhalten und werden unter den Namen „Sutor“ und „Happy Schuh“ weitergeführt.

Investor zeigt sich zufrieden

Steffen Liebich, Geschäftsführer der Leiser Handelsgesellschaft, bewertet das Insolvenzverfahren als erfolgreich. „Es handelt sich um ein ausgesprochen erfolgreiches Insolvenzverfahren“, sagte er zu BILD. Die Rettung vieler Standorte sei durch das Entgegenkommen der Vermieter möglich geworden: „Wir haben uns harmonisch mit den Vermietern geeinigt. Diese haben partiell die Mietkonditionen angepasst.“ Auch die Familie Sutor unterstütze die Sanierung mit allen verfügbaren Mitteln.

Zukunftsstrategie: Fokus auf stationären Handel

Liebich setzt auf den stationären Einzelhandel. „Die Kunden suchen wieder verstärkt den persönlichen Kontakt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Online-Kunden auch in die Geschäfte gehen, weil sie die Beratung suchen“, erklärte er. „Wir glauben an die Fachgeschäfte. Online alleine funktioniert nicht mehr.“ Derzeit ist Sutor online jedoch nicht erreichbar; auf der Webseite heißt es: „Wir sind bald wieder für Sie da!“ Das Geschäft über digitale Plattformen und den stationären Handel sei etwa ausgeglichen, so Liebich.

Mit der Schließung der sechs Filialen und dem Wegfall des Zentrallagers soll das Unternehmen langfristig stabilisiert werden. Die verbleibenden Standorte profitieren von der angepassten Mietstruktur und der Unterstützung der Eigentümerfamilie.

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