Kiel - Im Wettbewerb um einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag aus Kanada zeichnet sich eine baldige Entscheidung ab. TKMS-Chef Oliver Burkhard erklärte, dass er noch im ersten Halbjahr 2026 mit einer Zusage rechne. Der Marineschiffbauer aus Kiel konkurriert mit dem koreanischen Unternehmen Hanwha Ocean um den Bau von bis zu zwölf konventionellen U-Booten.
TKMS setzt auf Kooperationen und politische Unterstützung
Sowohl TKMS als auch Hanwha Ocean haben Partnerschaften mit kanadischen Firmen geschlossen, um ihre Chancen auf den Zuschlag zu erhöhen. Burkhard zeigte sich zuversichtlich, dass TKMS den Auftrag erhalten werde. „Wir gehen davon aus, dass wir den Zuspruch bekommen“, sagte er. Die Reisen deutscher Regierungsvertreter, darunter Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), der bei Kanadas Premierminister Mark Carney für das deutsche Unternehmen warb, hätten geholfen, das Angebot zu unterstützen.
Crunchtime in Kanada
Derzeit halten sich laut Burkhard eine zweistellige Anzahl von TKMS-Mitarbeitern in Kanada auf. Sie reisen durch das Land, um für das Angebot zu werben. Die Kampagne befinde sich in der „Crunchtime“, also der entscheidenden Schlussphase. Zum Auftragsvolumen kursieren unterschiedliche Summen im zweistelligen Milliardenbereich.
TKMS zählt zu den weltweit führenden Unternehmen im Bau nicht nuklear betriebener U-Boote. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Kiel und beschäftigt mehrere tausend Mitarbeiter. Mit dem kanadischen Auftrag würde sich TKMS einen weiteren wichtigen Exportmarkt erschließen.



