WhatsApp testet kostenpflichtiges Plus-Abo für 2,49 Euro monatlich
WhatsApp testet Plus-Abo für 2,49 Euro monatlich

WhatsApp plant Einführung eines kostenpflichtigen Plus-Abos

Die Ära der horrenden Handyrechnungen für SMS-Vielschreiber gehört dank WhatsApp längst der Vergangenheit an. Der Messenger, der sich als kostenlose Alternative zur SMS etabliert hat, könnte nun jedoch selbst kostenpflichtige Elemente einführen. Das Unternehmen testet aktuell ein neues Abo-Modell namens WhatsApp Plus, das monatliche Gebühren verlangen würde.

Von der kostenlosen Alternative zum Bezahlmodell

WhatsApp, das zum Meta-Konzern gehört – ebenso wie Facebook und Instagram –, war bis 2016 mit einem jährlichen Beitrag von 89 Cent bereits leicht kostenpflichtig, bevor es komplett kostenfrei wurde. Dieser Schritt trug maßgeblich zum schleichenden Niedergang der klassischen SMS-Textnachricht bei. Nun scheint die Gratis-Mentalität auch bei dem beliebten Messenger zu bröckeln.

Was bietet das WhatsApp Plus-Abo?

Laut Informationen des Brancheninsiders WABetaInfo soll das Plus-Abo vor allem erweiterte Personalisierungsfunktionen bieten. Zu den geplanten Features gehören:

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  • Exklusive Premium-Sticker für individuelle Nachrichten
  • Verschiedene Akzentfarben zur Anpassung des App-Designs
  • Individualisierungsmöglichkeiten für den App-Button
  • Exklusive Klingeltöne für eingehende Nachrichten
  • Die Möglichkeit, bis zu 20 Chats anzupinnen statt bisher nur 3

Für Nutzer, die kein Abo abschließen, ändert sich zunächst nichts an den gewohnten Funktionen. Das Plus-Modell bietet lediglich zusätzliche Gestaltungsoptionen und erweiterte Möglichkeiten.

Kosten und Verfügbarkeit des neuen Modells

Das WhatsApp Plus-Abo soll in Europa voraussichtlich 2,49 Euro pro Monat kosten. Allerdings betont das Unternehmen, dass sich dieser Preis bei einer breiteren Einführung noch ändern könnte. Aktuell befindet sich das Angebot in einer Beta-Phase und ist nur auf einer limitierten Anzahl von Android-Geräten verfügbar, auf denen die neuesten App-Updates installiert sind.

Die iOS-Version soll später folgen. Zudem wurden die neuen Funktionen noch nicht flächendeckend ausgerollt. WhatsApp Plus sei „derzeit nur an ausgewählten Orten verfügbar“, wie der Messenger in seinem Blog mitteilt. In den kommenden Wochen sollen jedoch immer mehr Accounts Zugang zu der Option erhalten, die sich dann unter „Einstellungen“ – „Abos“ – „WhatsApp Plus“ aufrufen lässt.

Bleibt WhatsApp grundsätzlich kostenlos?

Zumindest aktuell ja. Die gewohnten Funktionen der App bleiben für alle Nutzer kostenfrei verfügbar. Das Plus-Abo stellt lediglich ein Zusatzangebot mit erweiterten Personalisierungsmöglichkeiten dar. Allerdings spricht der Mutterkonzern Meta bereits seit Monaten offen über verschiedene Bezahlmodelle für WhatsApp.

So gibt es auch Überlegungen, in der kostenlosen Basisversion Werbung zu schalten. Nutzer, die diese Werbung vermeiden möchten, müssten dann ebenfalls ein kostenpflichtiges Abo abschließen. Diese Pläne zeigen, dass sich die Geschäftsstrategie des Messengers langfristig verändern könnte.

Die Einführung des WhatsApp Plus-Abos markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des Messengers. Während die Kernfunktionen vorerst kostenlos bleiben, testet Meta damit erstmals seit Jahren wieder ein Bezahlmodell für den Dienst. Ob sich Nutzer für die zusätzlichen Personalisierungsfunktionen monatlich öffnen werden, bleibt abzuwarten.

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