Zalando enttäuscht mit Quartalszahlen – Aktie stürzt ab
Zalando enttäuscht, Aktie stürzt ab

Der Online-Modehändler Zalando hat im zweiten Quartal 2026 die Erwartungen der Analysten verfehlt und die Jahresprognose für das operative Ergebnis eingeengt. Die Aktie brach nach Handelsbeginn um fast 18 Prozent ein und gab damit einen Großteil der Kursgewinne seit Mitte Mai wieder ab.

Zahlen unter den Erwartungen

Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wuchsen das Brutto-Warenvolumen (GMV) und der Umsatz im abgelaufenen Quartal jeweils um knapp 21 Prozent auf 4,92 beziehungsweise 3,42 Milliarden Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich zwar um rund zehn Prozent auf 204,8 Millionen Euro, blieb aber unter den Prognosen der Analysten. Als Hauptbelastungsfaktor nannte Zalando die Kosten für die Integration des übernommenen Wettbewerbers About You.

Prognose für das Gesamtjahr angepasst

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun ein Wachstum von GMV und Umsatz am unteren Ende der bisherigen Spanne von zwölf bis 17 Prozent. Die Prognose für das bereinigte operative Ergebnis wurde auf 680 bis 720 Millionen Euro eingeengt, nachdem zuvor 660 bis 740 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden waren. „Die Konkretisierung der Jahresprognose spiegelt die Ergebnisse des ersten Halbjahres wider und keine geänderten Erwartungen für den Rest des Jahres“, erklärte das Unternehmen.

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Wachstumstreiber Firmenkundengeschäft

Trotz der schwachen Börsenreaktion sieht sich Zalando auf Wachstumskurs. Vor allem das Geschäft mit Firmenkunden entwickelte sich positiv und trug maßgeblich zum Umsatzplus bei. Die Integration von About You soll mittelfristig zu Synergien führen, belastet aber derzeit die Ertragsmarge. Analysten zeigten sich enttäuscht über das Ausmaß der Integrationskosten und die vorsichtige Guidance.

Die Aktie von Zalando notierte am Vormittag rund 18 Prozent im Minus und fiel damit auf den tiefsten Stand seit mehreren Wochen. Seit Mitte Mai hatte das Papier deutlich zugelegt, nachdem das Unternehmen positive Signale zur Margenentwicklung gegeben hatte. Diese Gewinne sind nun weitgehend wieder verloren.

Marktbeobachter werten die Zahlen als Warnsignal für den gesamten Online-Handel, der unter schwacher Konsumlaune und hohem Wettbewerbsdruck leidet. Zalando bleibt jedoch optimistisch, die Jahresziele zu erreichen, und verweist auf eine stabile Nachfrage im zweiten Halbjahr.

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