Fast in ganz Deutschland wird aktuell die 30-Grad-Marke geknackt. Besonders in Städten können heiße Nächte zu ernsten Schlafproblemen führen. Die Anzahl tropischer Nächte – wenn die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt – könnte durch den Klimawandel in Zukunft steigen. Zwischen 1971 und 2000 gab es in Deutschland im Schnitt nur etwa eine solche Nacht pro Jahr, künftig könnten es in manchen Regionen vier bis acht sein. Doch mit den richtigen Tricks ist erholsamer Schlaf auch bei Sommerhitze möglich.
1. Verzichten Sie auf Daunendecken
Statt im dicken Daunenbett zu schlafen, empfiehlt es sich, nur mit einem dünnen Bezug oder einem Bettlaken zu schlafen – so machen es die Südeuropäer vor.
2. Nutzen Sie eine Kühlflasche
Füllen Sie eine Wärmflasche mit Wasser und legen Sie sie für einige Stunden in den Kühlschrank. Die Kühlflasche ans Fußende des Bettes gelegt, sorgt für Erfrischung.
3. Tragen Sie leichte Kleidung
Leichte Naturstoffe wie Leinen oder Seide sind ideal. Ingo Fietze vom Schlafmedizinischen Zentrum der Berliner Charité rät: „Komplett nackt schlafen sollte man nur, wenn man sich auch zudecken möchte, sonst drohen Erkältungen.“
4. Nehmen Sie eine lauwarme Dusche vor dem Schlafen
Entgegen der Intuition hilft lauwarmes Wasser besser als kaltes. Die Techniker Krankenkasse (TK) erklärt: „Erst das warme Wasser öffnet die Poren, weil der Körper automatisch zu kühlen versucht. So findet die aufgestaute Hitze des Tages ihren Weg aus dem Körper.“
5. Befeuchten Sie die Luft
Die ideale Luftfeuchtigkeit zum Schlafen liegt zwischen 40 und 50 Prozent. Hängen Sie ein nasses Laken vor das Fenster oder stellen Sie mit Wasser gefüllte Behälter auf, um das Raumklima zu verbessern.
6. Schlafen Sie mit offenem Fenster
Wenn es keine tropische Nacht ist, bringt die frische Luft etwas Abkühlung. Achten Sie jedoch darauf, Zugluft zu vermeiden, um einen steifen Nacken oder eine Erkältung zu verhindern.
7. Verlagern Sie Ihre Schlafstätte
Ein Zimmer an der Nordseite, die Couch im Erdgeschoss oder Keller oder sogar ein geschützter Balkon können kühlere Alternativen sein.
8. Schalten Sie elektrische Geräte aus
Fernseher und Computer erzeugen Abwärme. Smartphone und Ventilator sind dagegen unproblematisch.
9. Lassen Sie die Rollos runter
Lüften Sie morgens kurz, schließen Sie dann die Fenster und ziehen Sie die Rollos herunter, um die Sonne draußen zu halten und ein Aufheizen des Raumes zu vermeiden.
10. Schlafen Sie alleine
Kuscheln heizt den Körper auf. Wer es kühl mag, sollte in heißen Nächten getrennt schlafen.
11. Passen Sie Ihre Schlafzeiten an
Prof. Fietze empfiehlt: „Wenn möglich, sollte man etwas später ins Bett gehen und sich auf kürzere Schlafzeiten einstellen.“ So kann man vor dem Schlafengehen die kühle Nachtluft hereinlassen. Ein Nickerchen am Tag kann die verlorene Nachtruhe ausgleichen.
12. Essen Sie leichte Abendessen
Schwere Mahlzeiten kurz vor dem Schlafen beeinträchtigen die Nachtruhe. Setzen Sie auf leichte Kost.
13. Verzichten Sie auf Alkohol und Kaffee
Kein oder wenig Alkohol und Kaffee vor dem Zubettgehen. Ein Spaziergang hilft beim Runterkommen, aber vermeiden Sie aufregende Filme oder das Checken von E-Mails vor dem Schlaf.



