Berlin: Bis zu 250 Euro Bußgeld für Zigarettenkippen – Verfahren in Spandau verzehnfacht
250 Euro Bußgeld für Kippen: Verfahren in Spandau verzehnfacht

Bis zu 250 Euro Strafe für Zigaretten auf dem Boden

Berlin. In Spandau geht das Ordnungsamt rigoros gegen Kippenwerfer vor. Im Vergleich zu den letzten Jahren stiegen die Verfahren auf über das Zehnfache. Wer in Berlin eine Zigarettenkippe auf den Boden wirft, riskiert ein ordentliches Bußgeld – und wird dabei offenbar öfter erwischt als gedacht.

Laut dem neuen Berliner Bußgeldkatalog kostet das Wegschnippen einer Zigarette bis zu 250 Euro. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, hat allein das Ordnungsamt in Spandau im vergangenen Jahr 144 Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen weggeworfener Zigarettenkippen eingeleitet, darunter auch durch einen gezielten Schwerpunkteinsatz im Herbst 2025.

Bußgelder in Spandau: Verzehnfachung der Verfahren seit 2025

„Es wurden Verwarnungsgelder in Höhe von insgesamt 2.900 Euro und Bußgelder in Höhe von insgesamt 3.100 Euro verhängt“, erklärte Spandaus Stadträtin Tanja Franzke (CDU) gegenüber der Zeitung. Wie hoch das Bußgeld im Einzelfall ausfällt, hänge von der Schwere des Verstoßes ab. Als besonders gravierend gelte etwa das Wegwerfen vieler Kippen auf einmal oder das Verschmutzen sensibler Orte wie Spielplätze oder Schulen.

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Zum Vergleich: In den drei Jahren vor 2025 leitete das Spandauer Ordnungsamt im Schnitt nur zwölf solcher Verfahren pro Jahr ein. Die Zahl hat sich damit mehr als verzehnfacht. Das teilte der Senat auf eine Anfrage von Franziska Leschewitz (Linke) im Berliner Abgeordnetenhaus mit. Insgesamt habe das Amt zudem durch Müll-Anzeigen 26.000 Euro eingenommen. Im Nachbarbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sollen es dagegen nur 8.700 Euro gewesen sein.

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