Mann aus Großräschen überweist 45.000 Euro für angebliches Paket aus Kanada
Ein 45-jähriger Mann aus Großräschen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist Opfer eines dreisten Betrugs geworden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, verlor der Mann insgesamt 45.000 Euro, nachdem er einen Monat lang über eine Internetplattform mit einer Person gechattet hatte, die sich als eine Frau aus Vancouver (Kanada) ausgab. Der Großräschener überwies das Geld als vermeintliche Zollgebühren für ein Paket, das jedoch nie ankam und vermutlich nie abgeschickt wurde. Die Polizei hat den Fall zur Anzeige gebracht.
Betrugsmasche: Fake-Paket aus Vancouver
Der Vorfall ereignete sich über einen Zeitraum von etwa vier Wochen. Der Mann lernte die unbekannte Täterin oder den Täter auf einer Chat-Plattform kennen. Die Person gab vor, eine Frau aus der kanadischen Stadt Vancouver zu sein. Im Laufe der Unterhaltung gelang es dem Betrüger, das Vertrauen des Mannes zu gewinnen. Schließlich forderte die angebliche Frau den Mann auf, Geld für ein angebliches Paket zu überweisen, das sie ihm schicken wolle. Als Grund wurden Zollgebühren genannt. Der Mann überwies daraufhin insgesamt 45.000 Euro auf ein Konto, das vermutlich im Ausland lag.
Paket nie angekommen – Polizei ermittelt
Als das Paket nach mehreren Wochen nicht eintraf, wurde der Mann misstrauisch und erstattete Anzeige bei der Polizei. Die Beamten bestätigten, dass es sich um einen Betrug handelt. „Das Paket ist nie angekommen und wurde vermutlich auch nie abgeschickt“, erklärte ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen laufen, die Polizei sucht nach den Tätern. Es wird vermutet, dass die Betrügerbande im Ausland agiert. Die Polizei warnt vor ähnlichen Maschen und rät zur Vorsicht bei Geldforderungen im Internet.
Prävention: So schützen Sie sich vor Betrug
Die Polizei empfiehlt, bei unbekannten Kontakten im Internet misstrauisch zu sein, insbesondere wenn es um Geldtransfers geht. „Überweisen Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht persönlich kennen, auch wenn die Geschichte noch so glaubwürdig erscheint“, so ein Experte. Zudem sollte man bei ungewöhnlichen Forderungen wie Zollgebühren für Pakete aus dem Ausland skeptisch sein. Im Zweifel kann man die Polizei oder die Verbraucherzentrale kontaktieren. Der Fall in Großräschen zeigt, wie schnell hohe Summen verloren gehen können.



