ADAC-Studie: Tanken auf der Autobahn deutlich teurer
Wer zum Tanken die Autobahn verlässt, kann nach Angaben des ADAC kräftig Geld sparen. Eine umfassende Untersuchung des Verkehrsclubs zeigt, dass Autofahrer an Autobahntankstellen im Schnitt rund 33 Cent pro Liter mehr zahlen als an Straßentankstellen. Für einen 50-Liter-Tank bedeutet das eine Ersparnis von 16,50 Euro, wenn man eine nahegelegene Tankstelle abseits der Autobahn ansteuert.
Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit geringster Differenz
Im Bundesländer-Vergleich fällt die Ersparnis jedoch unterschiedlich aus. In Brandenburg beträgt die Preisdifferenz zwischen Autobahn- und Straßentankstellen nur rund 17 Cent für Super E10 und Diesel – das ist deutschlandweit der geringste Wert. Gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern bildet Brandenburg das Schlusslicht. Der ADAC erklärte, die Erhebung zeige „ganz deutlich“, dass es sich lohne, „zum Tanken die Autobahn zu verlassen und eine nahegelegene Tankstelle neben der Autobahn anzusteuern“.
Rheinland-Pfalz mit Spitzenersparnis von 43 Cent
Deutlich höhere Einsparungen sind in anderen Bundesländern möglich. In Rheinland-Pfalz beträgt die Differenz bis zu 43 Cent pro Liter. Damit lässt sich dort mehr als doppelt so viel sparen wie in Brandenburg. Die Studie zeigt zudem, dass in den ostdeutschen Bundesländern sowie im Saarland die Spritpreise auf der Autobahn vergleichsweise niedrig sind. Eine Ausnahme bildet Sachsen, das sich gemeinsam mit Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern am teuren Ende einreiht.
Straßentankstellen im Osten am teuersten
Umgekehrt verhält es sich bei den Straßentankstellen: Diese waren im Osten Deutschlands am teuersten. Das bedeutet, dass die Preisdifferenz zwischen Autobahn und Landstraße in diesen Regionen geringer ausfällt. Der ADAC betont, dass die Untersuchung erstmals alle 360 Autobahn-Tankstellen und rund 14.000 Straßentankstellen in Deutschland umfasst. Bisherige Vergleiche basierten auf kleineren Stichproben.
Auswertungszeitraum ohne Tankrabatt
Die Preise wurden im Zeitraum vom 6. bis 19. April ausgewertet – also ohne den Tankrabatt, aber bereits mit der 12-Uhr-Regel. Obwohl der Untersuchungszeitraum von starken Turbulenzen bei den Spritpreisen geprägt war, ändere dies am grundsätzlichen Ergebnis nichts, so der ADAC. Die Daten stammen vom dpa-Newskanal.



