Berlin fördert muslimische Telefonseelsorge mit 135.000 Euro trotz Islamismus-Vorwürfen
Berlin fördert umstrittene Telefonseelsorge mit 135.000 Euro

Das Land Berlin fördert das „Muslimische Seelsorge Telefon“ von Islamic Relief Deutschland mit rund 135.000 Euro pro Jahr. Dies geht aus einer Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Abgeordneten Jeanette Auricht hervor. Die Organisation wird seit Jahren vom Verfassungsschutz wegen mutmaßlicher Verbindungen zur islamistischen Muslimbruderschaft beobachtet, was die Förderung heikel macht.

Bundesrechnungshof rügte bereits frühere Förderung

Die finanzielle Unterstützung durch das Land Berlin hat in der Vergangenheit mehrfach Kritik ausgelöst und sogar zu einer Rüge durch den Bundesrechnungshof geführt. Für das Haushaltsjahr 2026 wurden dem Projekt 135.000 Euro bewilligt, ohne besondere Auflagen. Für 2027 gibt es noch keine verbindliche Planung, so die Antwort der Berliner Senatsgesundheitsverwaltung.

Senat prüfte Organisation, hält aber an Förderung fest

Gesundheitsstaatssekretärin Ellen Haußdörfer erklärte, dass der Senat den Verfassungsschutz in die Beurteilung von Islamic Relief Deutschland einbezogen habe. Nach Bekanntwerden der Verbindungen zur Muslimbruderschaft habe die Senatsgesundheitsverwaltung eine eigene Eignungsprüfung durchgeführt. Das Ergebnis: Die Förderung wird nicht eingestellt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ein Sprecher der Senatsgesundheitsverwaltung stellte klar: „Eine generelle Zusammenarbeit zwischen dem Senat und Islamic Relief Deutschland e. V. findet nicht statt.“ Gefördert werde ausschließlich das Projekt des „Muslimischen Seelsorge Telefons“, das als wichtiges psychosoziales Angebot für Berliner mit muslimischem Hintergrund in seelischen Notlagen angesehen wird.

Zusammenarbeit mit kirchlicher Telefonseelsorge

Die Zuwendungen finanzieren die Arbeit mit Ehrenamtlichen. Das Projekt arbeitet eng mit der Kirchlichen Telefonseelsorge (KTS) in Berlin zusammen, insbesondere bei Ausbildung, Weiterbildung, Beratung und Supervision. Die Ausbildung der Ehrenamtlichen basiert auf dem Ausbildungskonzept der KTS. Der Sprecher bestätigte, dass das Projekt weiterhin gefördert wird.

CDU kritisiert Förderung scharf

Die CDU in Berlin, die den Regierenden Bürgermeister stellt, übt scharfe Kritik. Burkard Dregger, Innenexperte der CDU-Fraktion, sagte gegenüber „Bild“: „Bei der CDU stößt das auf Unverständnis. Gegen die Gefahren durch den nicht gewalttätigen, sogenannten legalistischen Islamismus helfen weder Alarmismus noch linke Naivität. Er will unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung durch Unterwanderung verändern. Er muss gestoppt und darf nicht staatlich subventioniert werden.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration