Eine Berlinerin ist auf Mallorca von Fischen gebissen worden. Der Vorfall ereignete sich im flachen Meer vor Cala Major, einem Vorort von Palma. Wie das „Mallorca Magazin“ berichtet, war die Frau mit ihrem Freund auf der Insel im Urlaub, als sie völlig unerwartet von den Tieren angegriffen wurde. Die Touristin spürte einen stechenden Schmerz in der Wade und war überrascht, dass es in dem Urlaubsort Fische gibt, die Menschen beißen.
Häufung von Angriffen auf der Urlaubsinsel
Laut einem Bericht der „B.Z.“ nehmen derartige Angriffe auf Mallorca zu. Im Juli 2023 registrierten die Behörden beispielsweise bis zu 15 Bisse pro Tag. Die Meeresbiologin Silvia García von der Umweltschutzorganisation Oceana erklärte, dass es sich bei den Fischen wahrscheinlich um Geiß- oder Brandbrassen handelt. Diese können bis zu 36 Zentimeter groß werden und haben dicke Münder sowie kräftige Zähne.
Jungbrassen sind besonders schwer zu erkennen
Probleme mit Menschen treten vor allem bei Jungfischen auf. Sind die Brassen noch klein, sind sie transparent und daher im Wasser kaum zu sehen. Auch im Fall der Berlinerin dürfte es sich um Jungbrassen gehandelt haben. Die Frau hatte Schmerzen, blutete jedoch nicht. Beißen ausgewachsene Brassen zu, können die Angriffe deutlich schwerwiegender enden.
Wassertemperatur beeinflusst das Verhalten der Fische
Der Meeresbiologe Pablo Arechavala vermutet, dass die Wassertemperatur eine Rolle spielt. Steigt die Temperatur, werden die Tiere hungriger. Auch fehlende Nahrung könnte ein Grund sein. Die Brassen greifen dann auf alles zurück, was sie finden können – im Fall des Menschen auf Hornhaut und Hautschuppen. Besonders beliebt seien auch aufgekratzte Mückenstiche. In der Regel gelten Brassen jedoch als harmlose Tiere. Werden sie von Menschen gefüttert, werden sie furchtloser und beißfreudiger.



