Der Bierkonsum in Deutschland erreicht 2025 mit 7,8 Milliarden Litern den niedrigsten Wert seit Beginn der Datenerfassung 1993, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Diese Entwicklung trifft auch Potsdams Brauereien hart: Sie leiden unter sinkendem Absatz und hohen Energiepreisen, was zu Personalabbau führt. Überraschenderweise kommt Potsdams kleinste Brauerei gut mit der Krise klar und wächst sogar.
Personalabbau bei großen Brauereien
Die größeren Brauereien in Potsdam sehen sich gezwungen, Stellen abzubauen. Grund sind die rückläufigen Verkaufszahlen und die gestiegenen Produktionskosten. Ein Sprecher einer traditionsreichen Potsdamer Brauerei erklärte: „Die Kombination aus sinkendem Bierkonsum und explodierenden Energiepreisen zwingt uns zu schmerzhaften Einschnitten.“ Betroffen sind vor allem Bereiche wie Abfüllung und Logistik.
Kleine Brauerei als Gewinner der Krise
Während die Großen sparen, verzeichnet Potsdams kleinste Brauerei Zuwächse. Sie setzt auf regionale Zutaten und Nischenprodukte wie Craft-Biere. Der Inhaber sagte: „Unsere Kunden schätzen Qualität und Regionalität. Wir können flexibler auf Trends reagieren.“ Die Brauerei konnte sogar neue Mitarbeiter einstellen.
Gesundheitstrend und verändertes Konsumverhalten
Der sinkende Bierkonsum ist aus gesundheitlicher Sicht positiv. Immer mehr Menschen greifen zu alkoholfreien Alternativen oder trinken seltener Bier. Dieser Trend trifft vor allem Massenprodukte, während Spezialbiere wie Craft-Beer weiterhin gefragt sind. Die Potsdamer Kleinbrauerei profitiert von dieser Entwicklung.
Ausblick für die Branche
Die Brauereien in Potsdam müssen sich anpassen. Experten erwarten, dass der Trend zu weniger, aber hochwertigerem Bier anhält. Die Energiepreise bleiben eine Herausforderung. Die kleinste Brauerei zeigt, dass Nischenstrategien erfolgreich sein können. „Wir bleiben optimistisch“, so der Inhaber, „solange wir unsere Stammkunden halten und neue gewinnen.“



